Sieben Sachen Sonntag

Noch ein Sieben-Sachen-Sonntag. Weil es Spaß macht. Und sich so schön vertraut anfühlt :-) Und der Sonntag so gemächlich war, nachdem wir gestern den ganzen Tag unterwegs waren. Hier also sieben Sachen, die ich heute mit meinen Händen gemacht habe…

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Küche aufgeräumt. Während Mister Rotbart die Brötchen holt. Die sah von gestern abend noch schlimm aus. Dabei hatten wir noch nicht mal Besuch. Nur der Mann und ich. Und eine Chorizo-Nudel-Pfanne mit Datteln, Rukola und Pinienkernen, die so lecker war.

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Faules Vormittagsprogramm. Hörspiele angemacht, Bücher aus dem Regal geholt und gelesen, Sendung mit der Maus geguckt – nicht gleichzeitig, hintereinander :-)

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Mittags habe ich meine Männer nett überredet (den Mann) bzw. bestochen (die Jungs), mit mir das Haus zu verlassen und den Elbrausch Designmarkt zu besuchen. Ich sag’s euch, vergesst alle Erziehungsratgeber. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Bestechung und Erpressung sind die Grundsäulen einer gelungenen Erziehung. Hach, na gut! Natürlich nicht. Aber manchmal machen kleine Kompromisse alle Beteiligten glücklich. Ich hätte die Kinder natürlich auch zwingen können, schließlich bin ich die Chefin hier, die Kinder müssen auch einfach mal gehorchen, sicher, sicher… Aber in dieser speziellen Situation habe ich mich dafür entschieden, mit den Jungs in Verhandlungen zu treten. Nachdem die ersten Forderungen inakzeptabel waren (eintausend Euro bar auf die Kralle), konnten sich beide Parteien einvernehmlich einigen. Handyspielen im Auto auf dem Hinweg und die Erlaubnis, nicht die Hose wechseln zu müssen (Sportklamotten all day long…) für die Jungs und einigermaßen meckerfreies, mittelzügiges Schlendern über den Markt für Mama.

Was soll ich sagen. Hat super geklappt. Und jetzt mal unter uns. Auch wenn ich den Elbrausch höchst symphatisch fand, weil nette Location und nicht so überfüllt, hatte ich keine Mühe, meine Schlenderei knapp zu halten. Diese Designmärkte sind überbewertet. Viele Stände finde ich wirkich wunderschön, aber meistens kaufe ich dann doch wenig oder gar nichts, weil ich nicht so viel Geld ausgeben will. Vielleicht bin ich auch einfach schon übersättigt. In Hamburg gibt es halt sehr viele solcher Märkte. Vielleicht muss ich demnächst auch einfach mit weiblicher Begleitung gehen :-) Darüberhinaus gab es allerdings sehr leckere Suppen und sehr leckeren Kaffee. Leider keine Waffeln, obwohl der ganze Raum verheißungsvoll duftete. Aber irgendwie gab es keinen Teig mehr und nachdem wir dreimal für einen weitere Viertelstunde vertröstet worden waren, haben wir beschlossen, zuhause Waffeln zu machen. Auf dem Rückweg kam sogar die Sonne raus und die Jungs konnten noch über den Planten un Blomen-Spielplatz turnen. Und wollten gar nicht mehr weg. Sieh an :-)

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Dieses Foto ist eigentlich geschummelt, denn streng genommen habe ich hier nichts mit meinen Händen gemacht, außer sie tief in meine Jackentaschen zu schieben, während wir so rumstanden am Spielplatz. Kalt, aber nette Aussicht…

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Wieder daheim die eben angekündigten Waffeln produziert und vertilgt.

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Die lästige Carrerabahn, über die ich die letzten Tage steigen musste, wieder in die Kiste geräumt.

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Die Jungs noch schnell zu Klavierhausaufgaben verdonnert. Ups! Schon wieder geschummelt! Waren ja gar nicht meine Hände, sondern die der Jungs… Egal, das Foto macht sich schön :-)

Und eins noch, als Bonusmaterial sozusagen. Weil ich das welke Farngebüsch so schön fand…

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Der Sieben Sachen Sonntag ist eine Erfindung von Frau Liebe.

Segeln mit den großen Pötten

I am sailing, I am saiiiiling… na gut, rein streng genommen, bin ich nicht gesegelt. Aber ich habe in einem Segelboot gesessen und mich segeln lassen. Das konnte ich ziemlich gut, finde ich.

Freunde von uns, deren Boot im Wedeler Hafen liegt, haben uns an einem der letzten Wochenenden mitgenommen. Ich vermute mal, dass sie inzwischen ihr Boot winterfest verstaut haben – was auch immer der Fachbegriff dafür wäre :-) An diesem speziellen Wochenende war es auch schon ziemlich herbstlich frisch und ungemütlich. Also haben wir Landratten versucht, uns möglichst wasserfest einzumuckeln. Das ist gar nicht so einfach. Ich bin immer schon froh, wenn ich für die Kinder passende Regenhosen aus den Schubladen buddele. Irgendwie sind wir wettertechnisch nie so richtig vorbereitet. Der Spross hat noch nicht mal mehr Gummistiefel, ist mir da erst aufgefallen. Unhaltbar, dieser Zustand! In Hamburg. Aber mal im Ernst. Wenn es richtig regnet, gehen meine Kinder nicht raus. Die kleinkindliche Faszination des Pfützeplantschen hat sich schon lange aus dem Staub gemacht. Ich bin nicht böse drum, ich sitze auch lieber mit Buch und Kuscheldecke auf dem Sofa, anstatt rappelige Kleinkinder wegen Budenkollers zwangszulüften :-)

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Freiwilliges Lüften, vor allem auf einem Segelboot, ist natürlich eine ganz andere Nummer. Selbst wenn man, wie ich, die ganze Zeit nur sitzt, ab und zu mal die Seite wechselt und die Aussicht genießt. Die Jungs durften auch mal lenken. Die Uferlandschaft an der Elbe und der Ausblick auf Rissen und Blankenese vom Wasser aus ist einfach schön. Ab und zu schippern ein paar große Kähne vorbei. Und auch wenn wir auf dem Hinweg eher wenig Wind hatten, gab’s auf dem Rückweg schön spannenden Wind. Spannend und schräglagig genug für uns jedenfalls :-)

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Das Sprösschen war gut gepolstert. Zu süß, wie seine wilden Locken aus seiner Montur lugten. Leider war ihm zwischendurch ein bisschen grün um die Nase und flau im Magen. Deswegen hat er uns schließlich vor Blankenese freundlich nahegelegt umzukehren. Haha! Schönrederei des Monats! Das Kind hat eine halbe Stunde am Stück ohne Punkt und Komma gemotzt.

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Wie lagen vor Blankenese und hatten die Pest an Bord, trallala… Ich kann nicht anders. Sobald ich auf Booten bin, fallen mir alle Seemannslieder aus meiner Grundschulzeit ein. Ich hab im Chor gesungen und ich mochte meine Musiklehrerin sehr gerne …in den Fässern, da faulte das Wasser und täglich ging einer über Bord, what shall we do with the drunken sailor, what shall we do with the drunken sailor, …Jan und Hein und Klaas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit… mit dieser kleinen Ohrwurmauswahl wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende! Viel Spaß damit :-)

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Berlinwochenende

Am Wochenende habe ich die Sprosse besucht. Yeah für Mama-Tochter-Wochenenden in Berlin! Die Männer haben sich auch ein feines Wochenende gemacht. Ich sag nur Kino und Carrerabahn. Mister Rotbart und ich leben dafür seit Freitag in einem Paralleluniversum. Freitagnachmittag bin ich mit den Jungs in die Stadt gefahren, damit Papa die beiden direkt nach der Arbeit dort übernehmen und wieder nach Hause fahren kann. Wie der Zufall wollte, muss Mister Rotbart diese Woche in Berlin arbeiten. Also haben wir Sonntagabend dasselbe Spiel gespielt. Mein Zug kam um 19 Uhr in Hamburg an, Abklatschen und Autoschlüsselübergabe mit dem Mann, sein Zug fuhr um 19.30 nach Berlin. Die Nachbarin hat derweil ein Auge auf die Jungs gehabt. Manchmal muss man ganz schön hin- und herschieben, damit man alle unter einen Hut kriegt. Mich freut das ja immer, wenn solche Sachen so genau passen :-) Jetzt erstmal Bilder vom Wochenende.

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Aufwachen mit Blick auf Berliner Altbau Stuckdecke. Die Sprosse muss am Vormittag arbeiten und deshalb früh aufstehen. Ich bleibe noch ein bisschen liegen und tüddl mich in Ruhe an. Zwischendurch hänge ich noch schnell die Wäsche für die Tochter auf. Was man so macht, wenn das Kind Stress hat und die Wäsche so rumliegt. Jaja!

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Superdämlicher Spruch, aber über so etwas kann ich mich stundenlang amüsieren :-)

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Gemütlich ist es bei der Sprosse. Solche Fenster und Stuckdecken sind schon was feines, aber wie gesagt, der Rest ist eher bruchbudig. Ich weiß es ja inzwischen sehr zu schätzen, wenn ich mich beim Duschen nicht in eine schmale Badewanne quetschen und den Duschkopf selbst halten muss. Oder auf einem vernünftigen Stuhl sitzen kann. Aber diese Fenster – ein Traum!

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Zwischendurch hat die Sprosse ein Stündchen Pause. Wir machen uns auf und gehen im nächsten Café frühstücken. Es sieht nach Winter aus. Auf dem Weg finden wir eine schicke Tür, vor der das Kind einmal kurz gedankenverloren in die Ecke starren muss. Bis jemand aus der Tür kommt und uns sehr irritiert anguckt als ihm die Sprosse quasi rückwärts in die Arme fällt. Die unappetlich aussehende Masse im Bild unten links ist übrigens Milchreis mit Apfelmus und war sehr lecker!

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Das Wetter ist vom feinsten. Saukalt, aber so hübsch!

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Wir müssen zurück, die Sprosse muss weiter arbeiten. Ein Erziehungsworkshop mit dreißig Mamas und Papas und Kindern muss bekocht werden. Da ich da bin, muss ich helfen. Küchentätigkeiten wollte ich eigentlich vermeiden an diesem Wochenende, aber was solls, so lerne ich wenigstens das Team kennen. Da ich älter bin als die Mitarbeiterin in der Küche und die werte FSJlerin, werde ich zur Fachfrau für Schnippelarbeiten erklärt. Habe ich an der ein oder anderen Stelle schon mal erwähnt, wie ungern ich koche? Alles aus Liebe zum Kind hier!

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Mit Kochen und Aufräumen sind wir bis nachmittags beschäftigt. Wir ruhen uns ein Weilchen in Sprosses WG-Zimmer aus und machen uns dann auf nach Prenzlberg für Essen und Kino. Da wir uns nicht wirklich auskennen und es schon dunkel und sehr kalt ist, landen wir schnell im Spreegold, wo wir vor Wochen schon gefrühstückt haben. Natürlich essen wir Burger und Süßkartoffelpommes – wir sind schließlich hipp! Aber mal ehrlich, ich liebe Süßkartoffelpommes! Und das Essen dort ist wirklich gut.

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Nach dem Kino (Die Insel der besonderen Kinder – solides Popcornkino) wieder nach Hause. Diese gelben Bahnen sind ja wohl der Knüller.

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„Happiness is an inside job.“ Very true. Die Pflänzchen auf der Küchenfensterbank versuchen auch ihr Bestes. Wackere Gesellen! Die Sprosse freut sich, dass ich den Tisch decke während sie unter der Dusche steht (dafür lasse ich ihr den Abwasch für Nachmittags :-)) und wir frühstücken ein zünftiges WG-Frühstück.

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Wir wandern durch die eiskalte, leuchtende Stadt zum Gottesdienst in einer Gemeinde in der Nähe. Nach dem Gottesdienst koche ich Mittag – was mit Kartoffeln, Kartoffeln sind im Moment sehr beliebt, weil das Kind meistens zu faul ist, sich selbst welche zu schälen… Und ich darf noch ein bisschen die Wand anmalen. Irgendein WG-Vorgänger hat Coffee und Tea an die Wand geschrieben. Ich finde, die beiden einsamen Wörter brauchen unbedingt Verstärkung. Ich bin nicht nur hipp (siehe Süßkartoffelpommes), ich bin auch verwegen (spontanes Wändebeschmieren)!

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Den Nachmittag beschließen wir gutbürgerlich mit Waffeln und Cheesecake im Café, bevor ich wieder zum Bahnhof muss. Es ist immer noch ein bisschen seltsam, wenn zwischen mir und meinem Kind so viele Kilometer liegen… Den Rest kennt ihr bereits. Am Hamburger Bahnhof reiche ich das Berlin-Stöckchen an den Mann weiter und komme zur passenden Zeit nach Hause, um zwei fröhliche und mitteilungsbedürftige Jungs ins Bett zu schaufeln.

So, letzte Woche noch getönt, dass ich immer die Bilder vom Wochenende vergesse, et voilà, da sind welche. Wenn auch spät… Egal. Mehr davon bei Geborgen Wachsen.

Sieben Sachen am Sonntag

Erinnert ihr euch noch an den Sieben-Sachen-Sonntag? Den hat vor ein paar Jahren Frau Liebe erfunden. Ich mochte den Sieben-Sachen-Sonntag immer sehr. Sieben Bilder von Dingen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe – das hatte immer etwas sehr meditatives. Bei Frau Kirschkernzeit habe ich vor ein paar Tagen auch ein Revival entdeckt. Da ich in letzter Zeit irgendwie die Bilder vom Wochenende nicht schaffe (meistens vergesse ich einen Tag :-)), habe ich einfach mal wieder sieben Bilder gemacht. One ordinary and lazy sunday. Sehr geschäftig waren meine Hände heute nicht. Nachdem wir gestern geputzt und aufgeräumt haben, ich etwas zu lange laufen war (schlaaappp! Meine armen, ungeübten Muskeln…) und wir Übernachtungsbesuch hatten, habe ich heute neben den lebenserhaltenen Maßnahmen (wie Zähneputzen und Küche nicht Atlantis-artig untergehen lassen) nur wenig gemacht :-)

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Brötchen aufgeschnitten und noch schön mit dem Besuch gefrühstückt.

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Diese kleine Holzschatulle hingestellt. Ich hab sie beim Aufräumen im Schrank wiedergefunden. Ich glaube, die Sprosse hat sie mir mal geschenkt. Sie ist so schön glatt (die Schatulle:-))

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Heißen Kakao getrunken.

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Kram-und-allerlei-gesammelte-Karten-Schublade ausgemistet. Zumindest ein bisschen, so dass neuer Kram hineinpasste.

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Alte Osterschokolade zu Schokostreuseln verarbeitet und Apple Crumble gebacken.

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Neben dem Lego-bauenden Sprösschen die Kerzen angezündet.

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Mit Mister Rotbart die ganze Auflaufform Apple Crumble mit Vanillesoße vertilgt. Die Jungs wollten lieber Kekse… die wissen einfach nicht was gut ist. Und währenddessen Familienfilm geschaut.