Was hier so passiert…

Es ist Sonntagmorgen – gar nicht mal so früh, aber der Rest der Familie schläft noch. Zeit für Kaffee und ein bisschen Tipperei. Die Jungs sind immer noch mit Oma und Opa im Wohnmobil unterwegs. Gestern abend ganz spät haben wir die Sprosse von der Freizeit abgeholt, auf der sie letzte Woche als Betreuerin mitgearbeitet hat (oder vielmehr vom Treffpunkt an der Autobahn). Um halb zwölf waren wir wieder zuhause und obwohl die Sprosse schon Stunden vorher über Whats App angekündigt hatte, dass sie noch nie in ihrem Leben so müde war, haben wir noch Pizza für sie in den Ofen geschoben, Fotos angeguckt und ihren begeisterten Bericht über die Zeit mit den Kindern und dem Mitarbeiterteam angehört. Mister Rotbart und ich haben früher auf vielen Kinder- und Jugendfreizeiten mitgearbeitet oder selbst welche organisiert. Wir sind jetzt schon einige Jahre im „Ruhestand“, aber als die Sprosse gestern abend von ihren Erlebnissen erzählte, hatte ich glatt sofort Lust, meinen nächsten Sommerurlaub für so eine Freizeit einzusetzen.

Das Tochterkind hat also viel erlebt in den vergangenen Tagen und wie so oft in letzter Zeit, habe ich das Gefühl, dass sie wieder ein Stückchen erwachsener und großartiger geworden ist… und ich bin völlig fasziniert. Sie hat Abi (Entschuldigung, ich muss das noch ein paar Mal sagen und schreiben, weil es einfach so surreal ist) und sie hat ab September eine FSJ-Stelle in Berlin. Es ist so unglaublich spannend und ein großes Privileg, bei ihrem Erwachsen-werden dabei zu sein. Jede Zeit und jedes Alter ist spannend, aber im Moment bin ich einfach besonders sensibel. In vier Wochen (!) zieht mein Kind aus und ich stehe etwas neben mir. Ich schaue meine Tochter an und sehe einen tollen, wunderschönen Menschen, mit so vielen Möglichkeiten und Begabungen. Und ich bin noch nicht bereit. Gott, ich bin noch nicht bereit für das Zeitalter der erwachsenen, ausziehenden Kinder. Hinterrücks hat es sich angeschlichen und BUH! und HAB-ICH-DICH! geschrien… und dass ich in meinen  kinderfreien Tagen die letzte Staffel Gilmore Girls durchgezogen habe, hat auch nicht besonders geholfen… (speaking of Gilmore Girls hier – wie komme ich bloß an die neue Staffel?!)

Hm, was gibt es sonst noch Neues? Ich habe ja schon lange nichts mehr erzählt… Oh! Ich weiß, was ich euch noch erzählen könnte: Neulich hat das Sprösschen uns in anschaulichen Bildern die Bedeutung des Spruches „im Strahl kotzen“ demonstriert (Hah! Krasser Übergang! Da guckt ihr, was? :-) Muss ja spannend bleiben hier. Die Leser nicht zu sehr in sentimentale Erzählungen einlullen. Kleine Geschichte zur Auflockerung). Er hatte schon den ganzen Abend über starke Kopf- und Bauchschmerzen geklagt. Abends um zehn hörten wir ihn von oben rufen „Hilfe! Ich muss kotzen…“ Sprachs und gab auf halbem Weg nach unten auf der Treppe seinen gesamten Mageninhalt von sich – im Strahl. Erklärend sollte ich hinzufügen, dass wir eine Holztreppe mit offenen Stufen haben. Unter der Treppe befindet sich die Garderobe, alle Schuhe, die tagsüber so abgestellt werden und die Kiste mit Handschuhen, Luftpumpen, Fahrradhelmen und so weiter. Wenn also jemand auf der Treppe steht und sich übergeben muss… ihr könnt euch den Rest denken. Nachdem das Sprösschen später erschöpft und kreidebleich eingeschlafen war, haben Mister Rotbart und ich also quasi noch den Flur grundsaniert. Hach, the joys of motherhood :-) Auch das gehört dazu.

So, zu diesen zwei völlig willkürlich ausgesuchten Geschichtchen aus meinem Alltag zeige ich euch jetzt noch eine Menge völlig willkürlich ausgesuchter Fotos, die sich hier so in letzter Zeit angesammelt haben.

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Wir werden sie alle sehr vermissen hier. Und ja, ich weiß, Berlin ist nicht so weit weg. Wir werden sie besuchen, sie wird am Wochenende auch mal nach Hause kommen. Aber trotzdem…

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Auch wir spielen Pokemon Go. Wenn auch nicht sehr exzessiv. Zwei- oder dreimal bisher. Hier waren wir in Ottensen auf der Altonale unterwegs. Die Jungs durften zwischendurch spielen und wir konnten die schönen Stände auf der Kunstmeile anschauen und uns durch die stylischen Foodtrucks futtern und trinken.

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Das Kind hat Hunger. Das Kind macht es sich beim Essen machen bequem. Hocker sind eindeutig überbewertet. Immerhin hat er sich die Hände gewaschen. Denke ich…

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Was man so tut, wenn einem langweilig ist.

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Die vielen Entspannungtechniken des Spross. Erstaunen mich immer wieder.

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Wieder der lustige Fuchs-Cider. Die rote Variante war keine geschmackliche Offenbarung. Das hindert mich nicht, die grüne auch nochmal zu kaufen. Denn sie ist grün!

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Kennt jemand diese Pflanze? Sie wächst in meinem Hochbeet. Ich hatte gehofft, dass das irgendetwas gemüsiges ist. Ich war mir nicht sicher, was ich alles eingepflanzt hatte. Aber ich fürchte, es handelt sich doch um ein schnödes Unkraut…

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Wir waren auf der Viertelmeile – ein neuer Designmarkt auf der Reeperbahn. Noch mehr Foodtrucks. Der Burger war lecker, aber mehr kann ich fast schon nicht sagen, denn es war so heiß an diesem Tag, dass wir nur einmal kurz an den Ständen vorbeigeschlendert sind und uns dann wieder in unseren schattigen Vorstadtgarten geflüchtet haben.

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Wochenendfrühstück auf der Terrasse. Diesen Aufstrich „suchte“ ich grade – wie es auf teenie-isch heißen würde :-)

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Planschbecken und ein Eimer Wasser für heiße Tage.

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Und meine aktuelle Lektüre an Eiskaffee.

So, jetzt seid ihr erstmal wieder ge-updated :-) Schöne Sommerferientage für euch – wo auch immer ihr grade seid!

12 von 12 im Juli

Heute wieder 12 von 12. Leider erst ab der zweiten Hälfte des Tages. Morgens vor Schule und Arbeit bin ich noch nicht in der Lage, Bilder zu knipsen. Da läuft mein Hirn noch auf Sparleistung. Da sind Extratätigkeiten wie Fotografieren – und wenn es nur ein Handyschnappschuss ist – nicht möglich. Also ab mittags.

1. Das erste Bild habe ich zwar mittags fotografiert, steht aber für morgens – ist nur ein bisschen geschummelt. Kinder und Mann fahren morgens mit dem Fahrrad zur Schule/Arbeit. Zwischen Familienexodus und meinem Arbeitsstart habe ich ein Zeitfenster, dass ich bis vor kurzem mit Kaffee trinken und Handy daddeln gefüllt habe. Seit ein paar Wochen „hüpfe“ ich – wie es Mister Rotbart liebevoll spöttisch nennt. Ich bevorzuge „Workout“! Ich denke zwar jeden Morgen, dass Sport zu diesem frühen Zeitpunkt völlig absurd ist und meine Knochen quasi am Boden festkleben, aber man gewöhnt sich daran. Ich hab grade ’ne motivierte Phase. 2. Zurück von Schule und Arbeit verzieht sich jeder in seine Chill-Ecke. Der Spross in seinen Sessel zum Comic lesen…

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3. …das Sprösschen telefoniert kurz mit der Oma, um die Nummern der restlichen benötigten Panini-Karten durchzugeben (falls jemand tauschen möchte, schreibt mir! :-). Und die Mutter an den Herd… Ironie! Der Herd ist nicht meine Chill-Ecke! Ich finde Kochen doof. Aber essen müssen sie. 4. Im Vorbeigehen nochmal kurz die schöne Rose dokumentieren, die die Sprosse zu ihrer Zeugnisübergabe bekommen hat. Jaja, das Kind hat jetzt offiziell ihr Abi in der Tasche. Am Wochenende fand auch schon der Abiball statt. Ein sehr netter Abend war das! Und waren die Kinder alle hübsch! (Und meins das hübscheste :-))

5. So sieht bei uns der gedeckte Tisch aus. Das ist Job der Jungs. Einer deckt den Tisch, der andere räumt ab. Immer abwechselnd. Das sieht dann zwar nicht besonders liebevoll aus, aber immerhin erledigen sie den Job inzwischen ohne Meckern. Damit bin ich zufrieden. Erstmal :-) An den Feinheiten drehe ich bei Gelegenheit nochmal. 6. Postkarte von meiner Mama. Hach, Mamas!

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7. Küche aufräumen und 8. Hausaufgaben.

9. Das Sprösschen verabredet sich spontan und das Nachbarsmädel kommt vorbei. Die Kinder wollen auf den Abenteuerspielplatz zum Fußball spielen. Da kleiner Besuch dabei ist, fahre ich mit und setze mich mit meinem Buch auf die Bank. Das Cover sieht aus, als hätte es sich ein sensationsgeiler Bildzeitungsredakteur ausgedacht, aber die Geschichte ist gut und hat sehr viel Lob für ihre realistische und glaubwürdige Recherche bekommen. Das Buch spinnt ein Szenario nach einem Hackerangriff auf die europäischen Stromnetze. Ich bin erst auf Seite 87, aber finde es jetzt schon gruselig, wie schnell und umfassend das normale Leben zusammenbrechen würde, wenn wir hier mehrere Tage oder Wochen keine Stromversorgung hätten. Dinge, an die man vorher nie gedacht hätte. Puuh… 10. Wieder zuhause. Der Besuch wird abgeholt, die übriggebliebenen Kinder kicken noch ein bisschen im Garten. Tee gemacht. Schmeckte nicht.

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11. In einem Anfall von Aktivismus noch das Gemüsebeet aufgeräumt und Unkraut gejätet. Das ist unsere diesjährige Möhrenausbeute. Süß, oder? :-) 12. Schnittchen und Gesundes für die Jungs geschnippelt und das Abendprogramm eingeläutet.

Mehr 12er wie immer bei Draußen nur Kännchen. Danke fürs Gucken und muchas Knutschas!

Unterwegs in Birmingham II (und ein Exkurs…)

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Du meine Güte! Erst Lübeck und Fehmarn, dann Birmingham. Mir wird ganz reisebloggerich. Heute also nach einer ziemlich langen Weile eine weitere Fotoflut aus Birmingham. Wenn ihr Lust auf ein bisschen englischen Flair habt, then follow along please. Heute zeige ich euch die Sehenswürdigkeiten, derentwegen ich Birmingham ganz feste ins Herz geschlossen habe: Den Kanal und das Birmingham Museum. Ich liebe englische Kanäle und diese kunterbunten Kanalboote. Birmingham hat ein ganz wunderbares Kanalviertel – alte, schön restaurierte Industrieromantik, Cafés und Restaurants am Wasser, verschlungene Kanalwege – alles dabei, was das Kanal-Liebhaberherz begehrt.

Das Birmingham Museum hat mir – immerhin war es erst März – stundenlang gemütlichen Unterschlupf gewährt. Wie in allen (oder den meisten?) Museen in England ist der Eintritt frei. Ich finde dieses Konzept großartig. Und das Museum in Birmingham kann sich sehen lassen – tolles Gebäude und abwechslungsreiche Kunst. Am allerschönsten waren allerdings die Edwardian Tea Rooms. Dort hätte ich mich am liebsten schnurrend in der Sofaecke zusammengerollt. Warum werdet ihr gleich noch sehen. Jetzt erstmal ein kleiner Spaziergang am Kanal…

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Gleich am ersten Tag sind wir hierher gewandert. Da war es Abend. Die Sonne stand schräg über dem Wasser und es war menschenleer. Am übernächsten Tag war ich nochmal da. Zu früherer Stunde sind die Kneipen und Cafés schon belagert und die Jogger und Touris sind unterwegs. Lecker essen kann man da :-)

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Birmingham ist schon eine interessante Stadt. Alte Prunkbauten neben modernem Glas oder Betonklötzen neben unfassbar vielen Baustellen. Die nächsten beiden Bilder zeigen die Town Hall und eine der vielen Malls.

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Kommen wir zum Victoria-Square, wo sich das Birmingham Museum & Art Gallery befinden. Wie schon gesagt, alles sehr hübsch dort. Tolles Gebäude, super Museums-Shop, schnuckeliges Café, die bereits hoch gelobten Edwardian Tea Rooms und Kunst und so. Um die Sache abzukürzen, stellt euch einfach einen weiteren Absatz schwerster Schwärmerei vor… schwärmschwärmschwärm.

Jetzt überlege ich schon die ganze Zeit, ob ich es einfach bei der Schwärmerei belasse – darüber wie sehr ich England mag und wie toll es ist, eine fremde Stadt zu entdecken und wie interessant alles war (und ich so voll kosmopolit)… oder ob wir mal einen kleinen Exkurs in mein Innenleben machen. Au ja! :-) Geht es euch auch manchmal so, dass bei anderen Leuten viele Dinge so souverän aussehen? Also… um mal mit dem äußeren Schein ein bisschen aufzuräumen: ich bin nicht so souverän. Ein kleiner Teil in mir sitzt eingeschüchtert und verloren in der Ecke, wenn ich alleine auf Reisen gehe  – oder andere mir unbekannte Situationen meistern soll. Vielleicht liegt es daran, dass ich es einfach nicht gewöhnt bin, mich alleine durch die Gegend zu bewegen. Schließlich habe ich viele Jahre lang immer ein bis drei Kinder im Fahrwasser gehabt. Aber ich vermute, im Grunde meines Herzens bin ich ein kleiner Angsthase :-) Fliegen ist z.B. so eine Sache. Ich habe nicht direkt Flugangst, aber angespannt bin ich schon. Vorher dachte ich noch „Ach, Anja ist ja dabei. Zu zweit ist besser.“ Da wusste ich noch nicht, dass Anja noch mehr Flugangst hat als ich. Als wir vor dem Rückflug feststellen mussten, dass wir in einem sehr kleinen Flugzeug fliegen, hat sie mich eine halbe Stunde lang verrückt gemacht („Steeeeffffiii! Wir stürzen ab!“), um dann im Flugzeug neben einem sehr charmanten jungen Mann zu sitzen, der sie anderthalb Stunden lang mit lustigen Anekdoten ablenkt hat. Während ich mich also an meinem Buch festklammere und versuche, mich aufs Lesen zu konzentrieren, höre ich Anja zwei Reihen hinter mir kichern und quatschen! Tolle Wurst! Keine Sorge, ich finde die Geschichte inzwischen sehr lustig. Aber ihr seht, ich bin nicht grade souverän :-)

Außerdem würde ich mich als eher menschenscheu bezeichnen. Das große Argument, dass man auf Reisen neue Leute kennenlernt… tja, doesn’t come naturally – sag ich mal so. Jetzt könnte man denken, dass Alleinesein doch dann ganz gut zu mir passt, aber nee. Alleine sein finde ich halt auch nicht gut. Ach, es ist nicht leicht. Da seht ihr mal, was drei Tage Verreisen bei mir auslösen können. Ich denke zu viel nach. Mister Rotbart kennt das. „Stürz dich doch in irgendeine zünftige Grübelei“ schlägt er mir schonmal vor, wenn ich über Langeweile klage. Tss! :-) So. Für diesen kleinen Innenleben-Exkurs gibt es kein Fazit. Wollte euch nur mal teilhaben lassen. Und anmerken, dass ich mich manchmal frage, ob diese ganzen Travelblogger- und Instagramer wirklich alle so furchtbar lässig sind?

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Nun aber weiterspaziert. Victoria Square und Birmingham Museum…

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Ist das nicht ein toller Raum? Allein die Räume lohnen den Besuch! Und ganz zum Schluss – da hinten hinter dem auch sehr fantastischen Mini Museum für die Kinder – haben wir den Edwardian Tea Room entdeckt. Die Bezeichnung hört sich etepetete an, aber es ist herrlich entspannt dort. Hier kann man, wie gesagt, stundenlang sitzen, einen Pott Darjeeling und Scones mit clotted cream bestellen und sich sehr englisch fühlen. Die tollen Emaille-Teekannen habe ich per Zufall ein paar Wochen später auf Instagram gefunden und weiß jetzt, wo man sie kaufen kann. Das ist natürlich doof, denn jetzt will ich eine haben… Auf den Fotos ist übrigens kein Mensch zu sehen, weil wir am ersten Abend kurz vor der Schließung hereingestolpert sind und nur noch schnell ein paar Fotos machen konnten.

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Und das war Birmingham. So long, darlings! Und erzählt gerne, wenn ähnlich abstruse Dinge in euch vorgehen. Dann fühle ich mich nicht so alleine :-)

Ein Ich-will-weg-Wochenende auf Fehmarn

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Samstag morgen bin ich um halb sieben wach. Mist! Nachdem ich eine halbe Stunde über die Arbeit nachgedacht habe – ich habe ein größeres Projekt, dass Anfang nächster Woche fertig werden muss und Freitagnachmittag nochmal so richtig rumgezickt hat…. – beschließe ich, aufzustehen. Alle schlafen noch. Ich gehe also nach unten und nutze die Gunst der Stunde. Ich ignoriere das ganze Chaos in der Küche (Nein, ich werde nicht noch kurz das Geschirr wegräumen! Nein! Ich werde nicht noch kurz verstreute Comics und Zeitschriften einsammeln!), mache mir Kaffee, setze mich in die sonnendurchflutete Sofaecke und tippe ein bisschen in meinem Blog herum. Und stelle mal wieder fest, dass ich das so sehr mag. Die Gedanken um die Arbeit machen inzwischen brav „Sitz“ in der Ecke, so wie sie es sollen am Wochenende.

Ich freue mich über die Sonne, über die Stille, über den Frieden in meinen Gedanken und über die Aussicht, später mit meinen Lieblingsmenschen an die Ostsee zu fahren. Diverse Umstände haben in den letzten Tagen dazu geführt, dass ich ganz, ganz dringend mal raus muss aus meinem Kiez. Budenkoller sozusagen. Hab ich nicht so oft. Aber wenn, dann doll. Eine liebe Nachbarin hat eine Wohnung auf Fehmarn. Freitag mittag habe ich sie spontan gefragt, ob die Wohnung am Wochenende frei ist. Und jetzt fahren wir ans Meer. Juchu!

Der Rest der Familie taucht nach und nach auf. Wir frühstücken in Ruhe, räumen ein bisschen auf und packen. Gegen Mittag gehts los. Das Wetter ist nicht grade hochsommerlich, aber schlägt sich wacker. Im Auto dürfen die Jungs abwechselnd auf dem iPad spielen. Da bin ich inzwischen schmerzbefreit. Ich bin kein Anhänger von „Schaut euch doch mal die Landschaft an“-Sprüchen oder gemeinsamem „Im Frühtau zu Berge“-Gesinge. Ich selber finde lange Autofahrten auch sehr verdrießlich – „Typ Genervter Autofahrer“ nennt es Mister Rotbart. Er hingegen schwärmt andauernd, wie nett doch so eine Landfahrt ist!

Am frühen Nachmittag sind wir da, beziehen die Wohnung und machen uns auf die Suche nach Wasser. Nein, stopp! Erstmal machen wir uns auf die Suche nach einem Fußball. Der mitgebrachte Fußball ist gleich in den ersten zehn Minuten kaputt gegangen. Der gute hatte kein leichtes Leben, musste viel Zeit unter irgendwelchen Büschen verbringen. Nun ist er hinüber. Wasser, Sonne, Strand hin oder her – Ball hat Priorität. Wir finden einen Aldi und Aldi hat EM-Bälle. Hurra!

Den Rest des Tages verbringen wir nun wirklich am Strand. Die Jungs pröddeln eine Weile im Sand, Mister Rotbart und ich dösen auf der Decke, danach brechen die Jungs und ich zum Wasser auf. Wir wollen zumindest mal rumplanschen. Der Spross geht sogar richtig schwimmen. Tapfer! Das Sprösschen will nicht mehr und macht sich auf den Weg zurück zum Handtuch. Ich gucke dem Spross noch eine Weile zu und als er genug hat, gehen wir auch zurück. Auf halbem Weg lese ich ein völlig verzweifeltes Sprösschen auf. Über den Strand verstreute Algen haben ihm frecherweise den Rückweg versperrt. Ich muss ihn über den bösen Algenteppich tragen.

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Frisch durchgepustet machen wir uns abends auf den Weg nach Burg und essen Pommes (die Jungs) und Matjes mit Bratkartoffeln (die Erwachsenen). Das Essen ist köstlich und Burg superhübsch, doch leider sind in den ein oder anderen Kneipen Fernseher aufgebaut. Der Spross realisiert, dass er grade Fußball verpasst und augenblicklich erachtet er gemütliches Essengehen mit der Familie als ärgerliche Zeitverschwendung. Er sitzt uns für den Rest des Abends so im Nacken, bis wir uns alle einmal ordentlich ankeifen. Trotzdem schlendern wir nach dem Essen noch die Straße hoch bis zur Kirche (wir sind herzlose Rabeneltern). Zurück in der Ferienwohnung kuscheln wir uns aufs Sofa und schauen den Rest Portugal gegen Österreich. Ich schlafe während des Spiels ein…

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Am nächsten Tag brechen wir nach einem spätem Frühstück wieder auf. Wir wollen vor der Heimfahrt die Insel noch ein bisschen erkunden. Da wir uns auf Fehmarn überhaupt nicht auskennen, fahren wir einfach drauflos …und finden Orth. Das kleine Dörfchen ist genau der richtige Abschluss für unser spontanes „Ich will weg“-Wochenende. In Orth lungern wir noch ziemlich lange herum, weil es da so nett ist. Idyllischer kleiner Hafen, chillige Strandbar (nochmal Pommes und Fisch, yeah!) und Spielplatz. Und mehr gibt es nicht zu erzählen :-)

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Mehr Bilder vom Wochenende sammelt Susanne auf ihrem Blog Geborgen Wachsen.