kinder, lasst uns basteln!

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Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr zu basteln mit meinen Kindern. Das ist gar nicht so leicht, wie man gemeinhin denken mag. Nicht, dass wir nicht genügend Gelegenheiten gehabt hätten in den letzten trüben, stubenhockerischen Wochen. Nicht, dass die Kinder keine Lust hätten. Nein, es ist eher meine eigene Einstellung, die mir im Weg steht.

Ich bin Bastelperfektionistin. Vielleicht gründe ich mal eine Selbsthilfegruppe… Ich habe so meine Vorstellungen. Ich plane. Ich male mir das so hübsch und harmonisch aus. Und dann kommen meine Jungs daher und lassen ihrer Kreativität freien Lauf! Und halten sich nicht an Vorgaben! Eine harte Prüfung für einen Bastelperfektionisten. Dabei möchte ich ja, dass sie einfach machen. Jedesmal, wenn mir ein “Guck mal, du musst das so machen” entflutscht, möchte ich mir selbst in den Hintern treten.

Anyway…

Ich habe mich im Internet auf die Suche nach schönen Bastelideen gemacht und bin u.a. hier fündig geworden. Ich habe seeehr lange gesammelt, um so viele Klopapierrollen zusammen zu kriegen. Irgendwann habe ich sogar meine Eltern und Schwiegereltern eingespannt (und ich war so kurz davor, bei meinen Nachbarn anzufragen…). Das Beste an diesem Projekt ist eigentlich das Anmalen der Klopapierrollen. Dabei kann man so herrlich vor sich hinpatschen. Und es ist einfach sehr befriedigend, irgendetwas schön bunt zu machen! Bis dahin also eine feine Sache.

Nach dem Anmalen und Trocknen der Rollen wird es dann leider etwas komplizierter. Man muss die Ecken einigermaßen regelmäßig zuschneiden, in jede Spitze ein Loch bohren und den Pfeifenreiniger durch die Löcher bugsieren. Je nach dem, wie lang die Schlangen werden sollen, braucht man dafür ein bisschen Durchhaltevermögen. Das heißt: Ich habe zu Ende gebastelt und die Jungs haben zugeguckt und (eher ungeduldig) auf das Endergebnis gewartet.

Mit dem Pfeifenreiniger werden die einzelnen Schlangenteile verbunden. Dafür die Pfeifenreiniger in ca. 8 cm lange Stücke schneiden, durch die Löcher dröseln und oben und unten irgendwie zusammendrehen und umbiegen. Augen aufmalen oder aus Papier ausschneiden und aufkleben und aus rotem Pfeifenreiniger eine Zunge basteln und festtackern und fertig sind “zwei lange Schlangen”. Kennt ihr dieses Kinderlied? Wurde bei uns in der Krabbelgruppe rauf und runtergesungen und meine Kinder fanden es toll. Falls ihr es lernen möchtet, schaut mal auf Youtube nach. Dort gibt es einige Versionen (für Hartgesottene :-))

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Noch ein Wort zu dem grünen Button, den ihr jetzt unter meinen Posts seht. Flattr ist ein Social-Payment-Service, über den man Mikrospenden an Kreative (z.B. Blogger) verteilen kann. Dafür richtet man ein Guthabenkonto ein, auf das man monatlich eine bestimmte (kleine) Summe einzahlt. Am Ende des Monats wird diese Summe gleichmäßig auf alle Anbieter verteilt, deren Seiten oder Inhalte man im Laufe des Monats geflattert hat. Weitere Infos bekommt ihr auf der Website von Flattr oder bei Wikipedia.

Ich habe das jetzt schon auf einigen Seiten gesehen und finde die Idee wirklich gut. Es gibt so viele großartige Blogs, in denen eine Menge Liebe und Zeit steckt und bei denen ich gerne lese und schaue und oft die unterschiedlichsten Anregungen mitnehme. Es gibt so viele interessante und spannende Texte, so viele schöne Deko-, Bastel-, oder Rezeptideen und Flattr ist ein Weg, um zu zeigen, dass mir etwas gefällt.

Mich könnt ihr jetzt auch “flattern” :-) Das heißt aber keinesfalls, dass ihr hier jetzt was bezahlen müsst! Ihr dürft auch gerne weiterhin einfach so kommen und lesen! Ich freue mich über jeden Besucher.

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Frohe Ostern nachträglich! Ich kann gar nicht glauben, wie klammheimlich das Osterfest im Endspurt an mir vorbeigaloppiert ist. Ich hatte einiges vor. Stattgefunden hat nix davon. Ich habe genau drei Eier ausgeblasen, kein einziges wurde angemalt. Unser französischer Gast (sehr süß, nett und schüchtern) hat mich etwas abgelenkt. Donnerstag abend haben wir sie wieder in den Bus gesetzt und Freitag morgen sind wir aufgebrochen. Die Ostertage haben wir schön gemütlich bei meinen Eltern verbracht, den Samstagabend auf einer formidablen Hochzeit. Ausschlafen war da natürlich nicht drin. Der Osterhase nimmt leider keine Rücksicht auf übermüdete Eltern. Unsensibles Vieh, das! Das hat meine Mutter allerdings mit ihrer luxuriösen Vollpension wieder wettgemacht!

Am Montag kam endlich die Sonne! Wieder zurück in Hamburg, haben wir das lange Wochenende mit einem Spaziergang durch Feld, Wald und Wiese ausklingen lassen. Mensch, habe ich mich über den Anblick von brauner Erde gefreut!

Der Spross war eigentlich krank, wollte aber unbedingt nach draußen in die Sonne und dann noch bis zu den Hirschen (Sind das Hirsche? Korrigiert mich bitte…). Nach der Hälfte des Spaziergangs hat er schlapp gemacht und konnte sich nur noch kurz für den Kletterbaum am Wildgehege begeistern. Dann hat er sich nach Hause geschleppt. Und kurz vor Ende ich ihn :-)

Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich wage zu behaupten, dass dieser Stock das eine wichtige, fehlende Exponat für unsere schon sehr umfangreiche Sammlung ist! Im Ernst! Dieser Zweig macht das Gesamtbild des Stöckerhaufens vor unserer Haustür erst richtig rund! Ich bin überaus froh über diesen Zweig! Unsere Stocksammlung bedarf ständiger Pflege und Erweiterung und muss mindestens einmal täglich… – Aufgepasst! Wortwitz des Jahres! – aufgestockt werden. HAHAHA! (Ein kleiner Hinweis: Das war ironisch. Falls das jemandem entgangen sein sollte… Obwohl ich meine Leser natürlich für außerordentlich intelligent halte.)

Auch wenn ich die Faszination für das Stöckerige nicht nachvollziehen kann, bin ich doch immer wieder fasziniert von meinen Jungs und ihrer Faszination. In jedem Stock sehen sie ein neues Gebilde. Jedes Zweiglein entzündet ihre Fantasie. Jeder noch so banale Ast ist es wert, gesammelt zu werden! Ich liebe das!

Da der Spross heute zu krank war, um in die Schule zu gehen, haben wir aus unseren frisch gesammelten Stöcken etwas Sinnvolles gemacht: Pfeil und Bogen.

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im hause heiterwerden kam es zu einem unfreiwilligen (mütterlicherseits), aber begeisterten (kindlicherseits) weihnachtsbastelprojekt.

die beiden jungs sind inzwischen dazu übergegangen, am wochenende ihre eltern nicht aus dem bett zu treiben, sondern erstmal zu spielen -  naja, wenn sie dann festgestellt haben, dass ihre eltern sich partout nicht aus dem bett treiben lassen. ob aus purer langeweile oder aus spaß, im moment decken sie jedes wochenende den frühstückstisch für uns. spätestens wenn das geschehen ist, müssen wir aufstehen, um die große überraschung zu bestaunen.

ortswechsel. neulich habe ich im baumarkt einen umzugskarton erstanden, um aus pappe einen großen tannenbaum für unsere flurwand zu schnitzen. wer schon mal versucht hat, dicken karton in eine bestimmte form zu schneiden, weiß, dass das schwerer ist, als es sich anhört. während ich dem karton mit schere und cutter zu leibe rückte, wuselten die jungs sehr interessiert um mich herum, fanden das fertige bäumchen auch sehr hübsch und zogen dann ab zum spielen.

ich peppte die pappe noch an die wand und malte mir im geiste die weitere vorgehensweise aus. ich hatte pläne! oh ja! die pappe sollte ganz schlicht bleiben. ich wollte wahlweise weihnachtskugeln aus schönem scrapbookpapier ausschneiden oder sprossens adventskalender dekorativ aufhängen. das wäre echt hübsch geworden! …

wie sich herausstellte, hatten mein sprösslinge auch pläne. zurück zum wochenende. samstag morgen erscholl der altbekannte ruf ihrer hellen stimmchen: “mama, papa, ihr müsst aufstehen! wir haben eine überraschung!!! ihr müsst die augen zu machen!” ich schwang meine müden knochen aus dem bett, hielt mir auf dem weg zum wohnzimmer die hände vor die augen und setzte zu meinem üblichen, völlig überraschten ausruf “oooh, wie schön! ihr habt ja den tisch gedeckt!” an.

lange rede, kurzer sinn. auf halbem wege stellte sich heraus, dass die überraschung der schön bunt angemalte papptannenbaum war…

in der sekunde, in der mein blick auf den bemalten baum fiel und auf die beiden strahlenden, erwartungsvollen gesichter meiner jungs, warf ich sämtliche belanglosen pläne über den haufen und brach in ein begeistertes “oooh, wie schön! ihr habt ja den tannenbaum geschmückt!” aus.

mit einem winzigen bisschen restbedauern im hinterkopf, aber aus ganzem herzen. manchmal muss man halt bei voller fahrt einen sauberen richtungswechsel hinkriegen.

denn welcher noch so ausgetüftelte plan könnte ihre freude am malen und den spaß am gemeinsamen planen und kritzeln oder den stolz auf ein gelungenes projekt und eine erfolgreiche überraschung aufwiegen. es ist ihnen überhaupt nicht in den sinn gekommen, dass man mit einem großen papptannenbaum an der wand etwas anderes machen könnte, als ihn schön anzumalen. und sie sind fest davon ausgegangen, dass sie mir eine freude machen, wenn sie diesen job jetzt übernehmen. und recht haben sie! er ist wirklich wunderhübsch so!

nachdem die angelegenheit nun geklärt war, haben wir uns nach dem frühstück nochmal dem baum gewidmet und ihn zusammen noch bunter gemalt.

und außerdem war ich sehr stolz, dass sie kein bisschen die wand angemalt hatten :-)

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während ich den samstag mit meiner schwester auf dem flohmarkt verbracht habe, waren meine kinder mit oma und opa im wald. und sind begeistert und rotbackig wiedergekommen. meine tochter (die manchmal ziemlich gut weiß, was ihrer mutter herz begehrt), hatte zwei volle tüten mit waldschätzen gesammelt. darüber kann ich mich genauso freuen wie über neue schuhe… äh, na gut, neue schuhe sind ein klitzekleines bisschen cooler.

im herbst erwachen in mir eichhörnchenmäßige sammel- und nestbautriebe. ich finde es so toll, durch den wald zu stromern und kastanien, blätter und knorrige rindenstücke zu erbeuten. der bielefelder wald und ein paar bielefelder käfer reisten mit nach hamburg und an unserem ersten nachmittag zu hause, haben wir uns waffeln gebacken und den wald auf unserem tisch ausgeleert.

zwischendurch wurde die action unter den tisch verlegt und die unfreiwillig mitgereisten bielefelder käfer vom hamburger tyrannosaurus rex erledigt. schlimmes schicksal…

die jungs hatten schon sehr viel spaß mit ihrem privatwald. nachdem ich mich entschieden hatte, nicht hysterisch zu werden, wenn sie meine höchst durchdacht platzierten moos- und rindenstückchen wieder durcheinander bringen, habe ich sie spielen lassen, wie sie wollten. natürlich musste noch ein zweiter waldteller her, denn zwei brüder passen auf dauer nicht friedlich auf ein waldstück…

das ist mein wald. da lass’ ich die kinder nicht ran (hah!).

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