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es wird! man kann das vermutlich auch einfacher haben, aber diese terrasse wird bestand haben! sie wird generationen überdauern! :-)

das ist der stand der dinge seit letztem wochenende. 55 löcher für die punktfundamente sind gegraben. 55 rohre sind zugeschnitten, wieder eingebuddelt und mit beton zugeschüttet. 55 u-pfosten-träger sind versenkt und auf die richtige größe zugeschnitten. konstruktionsbalken sind ausgerichtet. die bretter sind bestellt.

der arbeitskollege, dein freund und helfer! wie gut, dass er wenigstens das bobbycar hatte (wiederhole ich mich?). für diesen genialen einfall und seine großartige hilfe wird ihm hier pro forma schon mal der terrassenverdienstorden verliehen! ich werde ihm anrechte auf meinen schaukelstuhl einräumen. und auch allen anderen, die uns so fein geholfen haben!

und dann mein mann, ne? unermüdlich! willensstark! begabt! ein held am handwerk!

und die kinder und ich? wir vertreiben uns die wochenenden so um’s haus herum, versorgen die kerle mit bratwurst und kartoffelsalat, langweilen uns ein bisschen oder kommentieren schlau den fortschritt.

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am samstag kam unser garten an – in form von zwei paletten voller rasenrollen. ich gebe zu, ich finde rollrasen ziemlich dekadent aber:

wenn man mal sofort ein richtiges erfolgserlebnis braucht, wenn man sich einmal im leben als meister aller landschaftsgärtner fühlen will, wenn man sich einmal der illusion hingeben möchte, den grünsten aller daumen zu haben, wenn einmal etwas schnell, schön und ohne langes warten fertig werden soll…

(und wenn man einen relativ günstigen vertrieb findet und keinen sehr großen bereich füllen muss und die kinder niemals so lange von einer fläche winziger, empfindlicher, frisch sprießender rasenhalme fernhalten kann)

…dann empfehle ich rollrasen. der ist gut für die psyche!

mittags um 12 uhr wurden die paletten geliefert. das wetter war ideal und nachdem der anfängliche respekt vor den kostbaren rasenwürsten nachgelassen hatte und die arbeitsaufteilung geklärt war, wurde es in null komma nix grün bei uns. obwohl unser garten nicht der größte ist, hat es trotzdem bis 9 uhr abends gedauert, bis die letzte bahn gelegt, alles nochmal übergewalzt und das erste mal gewässert war.

wir haben übrigens kein pinkfarbenes klohäuschen in unserem wohnzimmer stehen :-) auch wenn es so aussieht, weil es sich so passend in der scheibe spiegelt. das klohäuschen steht auf dem nachbargrundstück, denn da arbeiten noch die letzten handwerker.

was tut er da bloß? – fragt ihr euch vielleicht. versteckt er sich? hat er gar die tür zum klohäuschen verfehlt? markiert er sein revier?

nein, er spannt die schnur für die ausrichtung der ersten rasenrolle.

es grünt so grün!

dass nenn’ ich einen produktiven tag! jetzt dürfen wir den rasen mindestens zwei wochen lang nicht betreten, damit er in ruhe wurzel schlagen kann. oooh! ich hoffe, er tut es! live long and prosper, rasen! sei stark! denn du liegst vor einem kinderreichen haus… ach, ich freu mich!

vor vier wochen sah es hier noch so aus:

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laut hier!

es ist laut bei uns.

seit zwei wochen laufen die arbeiten am außengelände und seitdem rücken lastwagen mit tonnen von sand, kies und erde an und der bagger fährt tageweise von morgens bis abends ums haus, um die massen zu verteilen. da auf dem gelände zwei doppelhäuser gebaut wurden, muss hier erde für vier grundstücke verteilt, eingeebnet und gepflastert werden…

und da unser haus zur straße liegt, werden diese berge genau vor unserem wohnzimmerfenster abgeladen.

die jungs finden das natürlich dufte!

yeah! erdrutsch vorm wohnzimmerfenster! ich hatte kurz die befürchtung, dass der ganze kladderadatsch gleich auf unserem sofa liegt.

und das obwohl es eh schon so laut ist bei uns. wo mehrere kinder wuseln, ist es laut. jungs spielen gerne laut (weil sie nämlich bagger, laster, flugzeugabsturz, angriff der dinosaurier spielen). und wicky und die starken männer brüllen im hintergrund mit. meistens belieben alle drei kinder gleichzeitig auf mich einzureden. meistens entschließen sie sich, dann zu reden, wenn ich reden will, was dazu führt, dass ich auch lauter werde, um mir gehör zu verschaffen..

und eh muss man hier alles dreimal sagen!

ihr kennt das, oder? bitte sagt ja! oder geht es nur in meiner familie so tumultartig zu?

das sprösschen hört besonders schlecht. wirklich! ärztlich bestätigt sozusagen! nach der letzten erkältung hat er in beiden ohren einen paukenerguss zurückbehalten. ich muss ihn anfassen, damit er registriert, dass ich mit ihm reden will oder ich lege beide hände trichterförmig um den mund und schreie los, denn nicht immer ist das kind zum greifen nah…

solltet ihr auf der straße einer frau begegnen, die im brüllton mit ihren kindern kommuniziert – das bin ich. das soll so.

meistens jedenfalls… denn auch wenn ich das gewusel bei uns meistens genieße und auch wenn ich weiß, dass das sprösschen nichts dafür kann, dass es nichts hört: so viel laut zerrt an den nerven und am ende des tages bin ich laut, weil ich keine geduld mehr habe und mich nach stille sehne.

meine tochter ist die einzige ausnahme in diesem lauten betrieb.

dieses kind ist nur laut, wenn sie im wohnzimmer lady gaga aufdreht oder wegen irgendetwas kreischen muss (merke: weibliche teenager drücken begeisterung oder freude stets durch spitze kreischtöne aus. ablehnung oder missfallen wird mit dem kategorischen satz: ” ich hasse… !!!” kundgetan).

ansonsten lässt sie mich an mir selbst zweifeln. wenn ich mich mit ihr unterhalte, frage ich mich immer, ob ich eventuell grade abrupt mein gehör verloren habe. das kind nuschelt. es nuschelt leise. und es sagt nicht viel, wenn man dinge von ihm erfahren möchte.

das kind antwortet nämlich auf alles mit diesem standardsatz: “und. jaaaa… deswegen halt… … weißt du?”

nein, kind, ich weiß nicht. wesentliche informationen fehlen mir, um auch nur das kleinste bisschen zu wissen!

teenies!

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ihr seht, ich habe es nicht leicht hier – kommunikationstechnisch. dafür habe ich demnächst eine hübsch gepflasterte auffahrt…

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tadaa!

so, ich glaube, mittlerweile kann ich relativ sicher feststellen: ich lebe noch. zwischendurch war ich mir nicht sicher. verrückte zeiten haben wir hinter uns. ich will ja nicht jammern (haha), aber die letzten wochen und monate waren echt grenzwertig anstrengend und pünktlich zum umzug wurden alle kinder krank, richtig krank, elend krank. sprösschen zwei tage vor umzugsstermin, spross am umzugstag höchstselbst, sprosse die tage nach umzug. also haben wir auf einem teil des sofas das krankenlager eingerichtet und die kinder haben vor sich hingelitten, während um sie herum die wohnung rausgetragen wurde. zum glück war fast die gesamte großelternschar vertreten. und viele willige helfer. gott segne euch!!!

(ich war übrigens auch krank an dem tag, aber das hat natürlich niemand bemerkt, niemand hatte zeit, mich zu bemitleiden, schnief. mein mann hat sich zwei tage später entschlossen, krank zu werden. geschickter schachzug. er hat mehr mitleid gekriegt. doppelschnief!)

wir wohnen jetzt schon seit drei wochen im neuen haus, aber ich konnte keinen finger mehr rühren – auch nicht an der tastatur. sorry für die lange blogpause! jetzt sammeln wir langsam wieder energie und der alltag (momentchen… das wort muss ich kurz bei wikipedia nachgucken, ist mir glatt entfallen, was das ist) stellt sich auch wieder ein.

unser haus ist toll! es macht so viel spaß, in einem neuen, selbstgestalteten haus zu wohnen, mehr platz zu haben, neue pläne für kreatives zeugs aller art…

aber eine familie mit drei kindern und mit allem drum und dran umzupflanzen ist viel arbeit! ein unterfangen, in das man viel planung, energie und betreuung stecken muss und ein körperlicher und seelischer kraftakt, den ich sobald nicht wieder haben muss. abgesehen von der monatelangen arbeit am haus hat mich in letzter zeit die umgewöhnung der beiden jungs in den neuen kindergarten und die vorschule die meiste kraft gekostet.

der große tut sich schwer und ich weiß nicht, ob es meine allgemeine erschöpfung oder meine nichtexistente fähigkeit zu wenigstens einem kleinen bisschen dickem fell ist: ich leide! wenn es meinen kindern nicht gut geht, geht es mir auch nicht gut. sowas macht aus mir ein ineffektives chaos- und nervenbündel.

die stimme der vernunft (aka mein mann und mein vater) sagt: “du musst geduld haben. das braucht zeit.” und “übertreib es nicht. du interpretierst zu viel rein. der schafft das schon.”

aber die stimme meiner muttergefühle heult: “ich werde jetzt hier auf diesem schulhof zusammenbrechen und keinen schritt weitergehen.” und dann wankt meine mutterseelenalleingelassene hülle nach hause und werkelt ineffektiv vor sich hin – bis abholzeit ist.

ihr merkt, ich neige zu übertreibungen, aber you know what i mean, oder?

im moment haben wir märzferien in hamburg und die sprösse und ich machen urlaub bei meinen eltern. die kinder lieben ferien bei ihren großeltern und auch wenn ich einerseits jetzt gerne in unserem neuen zuhause wäre, bin ich andererseits froh über den abstand und das abschalten. ich war schon seit ewigkeiten nicht mehr aus hamburg raus…

aber! unser haus ist toll (hab ich das etwa schon gesagt? freufreufreu)! es gibt viel zu erzählen und viel zu zeigen. das werde ich alles nachholen. ich hoffe, ihr seid dabei :-)

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