18. September 2011

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(… oder eines maiskolbens – je nachdem ob man es aus einem familiären oder botanischen blickwinkel betrachten möchte)

ich hatte spaß mit meiner tochter am mittagstisch.

(wichtige mitteilung: diese bilder wurden von vivi persönlich autorisiert und freigegeben. ich habe also die offizielle erlaubnis! für diesen beitrag wurden keine teenager oder maiskolben gequält.)

love her. sie treibt mich manchmal in den wahnsinn, wenn auf einmal ohne für die nichtsahnende mutter ersichtlichen grund die welt schlimm ist und die laune dahin, aber ich finde sie toll. mein großes mädchen. ich habe spaß mit ihr. neulich waren wir zusammen auf dem wir-sind-helden-konzert in hamburg. das ist einer der vielen schönen vorteile an großen mädchen (außer, dass sie ihr toast nicht mehr klein geschnitten haben müssen oder sich selbständig anziehen und zähneputzen können… :-)). man unternimmt dinge, die man sich auch ohne kinder als freizeitbeschäftigung aussuchen würde. wir gehen auch beide gerne shoppen, das vermeide ich allerdings so weit wie möglich, denn unsere meinungen, was das kind braucht und will, klaffen sehr weit auseinander. da höre ich meine eigene mutter reden: “kind, du brauchst vernünftige schuhe.” sie sucht sich aber auch immer sachen aus! das leben ist doch keine disco, mensch…

da fällt mir eine lustige geschichte über mark twain ein:

Zu Mark Twain kam ein Siebzehnjähriger und beklagte sich: “Ich verstehe mich mit meinem Vater nicht mehr. Jeden Tag Streit. Er ist so rückständig, hat keinen Sinn für moderne Ideen. Was soll ich machen? Ich laufe aus dem Haus.” Mark Twain antwortete: “Junger Freund, ich kann dich gut verstehen. Als ich siebzehn Jahre alt war, war mein Vater genau so ungebildet. Es war nicht zum Aushalten. Aber habe Geduld mit so alten Leuten. Sie entwickeln sich langsamer. Nach 10 Jahren, als ich 27 war, hatte er bereits so viel dazugelernt, dass man sich schon ganz vernünftig mit ihm unterhalten konnte. Und was soll ich dir sagen? Heute, wo ich 37 bin – ob du es glaubst oder nicht – wenn ich keinen Rat weiß, dann frage ich meinen alten Vater. So können sie sich ändern.”

dieses konzert in hamburg hat eine besondere geschichte. an dem tag hatten wir schönsten sonnenschein, aber sehr schwüles wetter. man hörte schon die ersten unwetterwarnungen und pünktlich zum konzertstart brach dann ein unglaubliches gewitter los, und zwar armageddon-like! ich bin noch nie in irgendeinem regen so nass geworden. trotzdem ist man sehr erstaunt, wenn auf einmal jemand auf der bühne nach dem siebten oder so lied sagt: so, das war´s. wir müssen leider abbrechen, denn es wird zu gefährlich. geht bitte nach hause!

das war enttäuschend. vivi war am boden zerstört. kurze zeit konnte ich sie stimmungsmäßig über wasser halten mit “das ist ein echtes abenteuer, wann wird man schon so nass, erlebt so ein naturphänomen, undsoweiter? … ” woraufhin sie jubelnd durch den regen fuhr (wir waren mit dem fahrrad unterwegs) und den spaß ihres lebens hatte. zehn minuten später habe ich den blöden fehler gemacht, diesen satz zu sagen: “aber schade ist es schon…” danach war das abenteuer vorbei und wir waren wieder – schlimmer denn je – bei am boden zerstört (soviel zu den stimmungsschwankungen dieser altersgruppe)

wie glücklich sie war, als dann für zwei wochen später ein ersatztermin angekündigt wurde und wir in voller länge und breite ein fantastisches konzert erleben konnten, kann man sich vorstellen – und dann bitte mal drei nehmen, weil ja bekanntlich teenageremotionen nicht unplugged kommen, sondern durch einen verstärker gehen.

und zum schluss noch eine kleine studie von mr. grimasse:

ich war auf der jagd nach einem guten foto für geburtstagsdeko und einladungen.

einen guten wochenstart allen! ron und ich hatten ein tolles wochenende, aber das muss ich erst ein bisschen für mich sortieren, bevor ich davon erzähle.

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