habe ich schon erwähnt, dass ich das alles ein bisschen unheimlich finde? nicht nur die verantwortung, die geldsummen, mit denen man auf einmal umgeht, die anstehenden veränderungen – nein, auch die generelle idee, ein haus zu besitzen. ich finde, dass ist der ultimative schritt zum gesettled, sesshaft sein (das wort spießig geistert auch durch meinen hinterkopf). als kind habe ich immer gedacht, dass erwachsene es voll im griff haben und immer wissen, was zu tun ist. jetzt stelle ich fest, dass ich große entscheidungen manchmal ganz schön respekteinflößend finde.
wie mir scheint, kann ich nichts über unser haus schreiben, ohne gleich philosophisch zu werden…
na gut, einerseits. andererseits bin ich schon ganz wild darauf, alles einzurichten und neu zu gestalten. ich sehe die räume entstehen und mein hirn routiert um den nestbau. vor unserem richtfest war ich mehrere tage nicht auf der baustelle und entsprechend andächtig war ich, denn der dachstuhl stand, war mit dachpappe abgedeckt und im obergeschoss fühlte sich alles das erste mal schon richtig komplett an. man stand im haus und nicht mehr auf einer baustelle unter freiem himmel!
wir haben eher kurzfristig erfahren, wann richtfest sein soll, aber trotzdem waren ein paar leute da, um mit uns zu feiern, was mich sehr gefreut hat! das erste fest im neuen haus… die handwerker haben höchst ordentlich ihren richtspruch aufgesagt – ein würdiger moment – und dann ein glas mit korn in unser schlafzimmer geschmissen. und wir bauherrinnen (ha!) haben einen dicken blumenstrauß vom bauleiter überreicht bekommen. danach noch lässiges zusammensitzen auf unserem gerüst mit kaffee und kuchen und bier. die anwesenden kinder waren im abenteuerspielplatz-paradies. sehr schön!
und nochmal in groß in all seiner pracht und schönheit: unser richtkranz auf unserem dach von unserem haus! eine wucht!
bisher sind wir sehr zufrieden mit unserem bauträger (das ist übrigens breyer&seck – für alle, die im raum hamburg bauen wollen) und darüber bin ich echt froh, denn man hört gruselige geschichten. geschichten, die man nicht erleben will bei so einem großen und persönlich wichtigem projekt. an dem man sich ja freuen will – und nicht kaputt machen…
also, alles gut soweit.









