interessiert euch natürlich brennend, oder?
zum beispiel:
meine tochter, die so viel stress in der schule hat (blödes g8) und ich merke, wie es sie niederdrückt und sie sich alleine fühlt damit. und ich kann ihr so schwer helfen, weil die zwei kleinen toben, schreien, rennen, an mir hängen, an die luft müssen, damit wir nicht alle einen rappel kriegen. und einfach so viel aufmerksamkeit fordern. ich habe oft das gefühl, ich werde ihr nicht gerecht, weil sie als große am ehesten ihre sachen alleine machen kann und so ist es dann.
was also tun?
zum glück ist sie ein pfiffiges kind und kommt gut mit im unterrichtsstoff, zum glück habe ich gute freunde und nachbarn, die lehrer sind oder das passende studieren und die oft einspringen können, wenn sie hilfe braucht. zum glück werden die jungs jeden tag ein stückchen größer und spielen auch mal friedlich. außerdem wird meine tochter eindeutig irgendwann die fähigkeit besitzen, unter extrembedingungen zu lernen und konzentriert zu bleiben. (das rede ich mir zumindest ein.) das thema ist noch baustelle. wir wurschteln uns halt so durch…

zum beispiel:
unsere echte baustelle. von unserem hausbau habe ich schon lange nicht mehr erzählt, denn es ging lange nicht wirklich vorwärts. die fensterlieferung dauerte länger als gedacht, ohne fenster kein weiterer innenausbau. nur kleinigkeiten wurden gemacht in dieser zeit – rohinstallationen, vormauern im badezimmer mauern…

ich befinde mich in einer undankbaren zwischenphase. inzwischen rückt umzug und kindergartenwechsel so nahe, dass ich öfter mal traurig und wehmütig werde, dass ich durch “mein revier” hier laufe und abschiedsschmerz habe. das haus andererseits sieht noch so hässlich und roh aus, dass mir das vorstellungsvermögen und die vorfreude fürs neue zuhause grade fehlen. irgendwie hatte ich immer die vorstellung, dass es ein sehr euphorisches erlebnis ist, ein haus zu bauen. aber oft ist es einfach nur arbeit, die ich erledige, um mich dann wieder anderen dingen zu widmen. ich vermute aber stark, dass sich das ändern wird, sobald der innenausbau gestalt annimmt. dann werde ich dem totalen nestbautrieb verfallen. (ein ganzes haus – welch deko-bastel-möglichkeiten sich da auftun!)
zum beispiel:
meine tage sind irgendwie zu kurz (und ich meine nicht die jahreszeitenbedingte dunkelheit). es gibt so viel zu tun. ich will so vieles tun. ich habe das perpetuum mobile gefunden – es ist mein kopf, wär hätte es gedacht? das resultat ist, das mein schlaf das nachsehen hat. ich gehe zu spät ins bett. jeden morgen denke ich: heute gehe ich eher ins bett. und jeden abend gehe ich nicht eher ins bett. es kann doch nicht schwer sein, so viel disziplin aufzubringen! noch eine baustelle. aber my cup overflows, um es mal positiv zu sagen :-)
zum beispiel:
meine liebe nachbarin anja, die weiß, dass ich´ne basteltante bin, beliefert mich regelmäßig mit neuen ideen und anregungen. meine ausbeute bei ihr an diesem sonntag: entspanntes abhängen mit kindern, ein lecker schokokuchen zum kaffetrinken und er hier:


ich steh ja nicht so auf halloween, geht jedes jahr relativ unbemerkt und ungeliebt an mir vorüber. ich bin noch martin-luther-laternesingen-geprägt. gruseldeko und gruselverkleidung ist nicht meins. aber er hier ist erstens ´nen schnuckelschen und zweitens erfüllt er meine basteln-mit-kindern-muss-einfach-sein-kriterien (auch wenn er hier diesmal nur von anja, der großen sprosse und meinereiner erschaffen wurde). spross und sprösschen fanden ihn ziemlich cool.
die genaue anleitung steht hier.
und jetzt, wo er hier an unserer kinderzimmertür hängt, bin ich auch schon wieder bei den anderen lieben ideen, die mir im kopf rumwuseln…
