Dezember 2011

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gute vorsätze

es ist silvestermittag und ich sitze im cafe, ganz für mich alleine. ich hab eine große tasse kaffee vor mir stehen und auf dem stuhl neben mir parkt eine einkaufstüte voller christbaumkugeln. denn ich war grade shoppen im weihnachtsschlussverkauf und habe zum ersten mal in meinem leben riiiichtig viel geld (25euro) für weihnachtsbaumschmuck ausgegeben. alles andere habe ich immer kleinteilig über die jahre angesammelt oder selbst gebastelt. hach, manchmal braucht es so wenig zum zufriedensein. manchmal muss man einfach nur als frischgebackene besitzerin von ein paar bunten, kitschigen kugeln alleine im cafe sitzen und schon baumelt die seele.

zwei tische weiter sitzt ein päärchen mit zwei kleinen kindern und man hört es scheppern, weil der kleinste die kaffeetasse vom tisch gefegt hat. der papa läuft, um einen stapel servietten zu holen. und ich denke: “das bin ich grade nicht!” ich bin eine fiese frau – fies, aber zufrieden :-)

eben im laden habe ich mal wieder festgestellt, dass ich nicht anders kann, als bunt und kitschig. stundenlang streiche ich wie die katze um den heißen brei um den schönen, edlen schmuck in den korrekt aufeinander abgestimmten farben, aber – ich kann mir nicht helfen – mit dem bunten und kitschigen gehe ich nach hause.

wenn man so seelenbaumelig im cafe sitzt, gerät man in schwafelstimmung. mangels vor mir sitzender freundin muss ich jetzt mt meinem blog (euch) quatschen…

in den letzten tagen habe ich über gute vorsätze nachgedacht. ich finde gute vorsätze blödsinnig. ich glaube, es ist gut, ab und zu mal in sich zu gehen und seelische bestandsaufnahme zu machen, aber silvester ist für mich dafür kein anlass. aber zum jahresende stößt man so oft auf neujahrsbeschlüsse, listen, sammlungen, visionen für das kommende jahr und listen mit tipps, wie man die vorsätze einhalten kann. ich habe schon an meinem geburtstag überlegt, ob ich mal so eine persönliche schaffensliste starte. da gibt es ja mehrere möglichkeiten, wie man das gestalten kann:

diese idee habe ich schon öfter gesehen: “25 dinge, die ich im nächsten jahr machen will” – 25, weil diese person 25 wurde. aber ich bin 35! das hat schon andere dimensionen und wohin soll das bitte schön denn noch führen? nee…

oder diese idee: “100 dinge, die ich erlebt, erreicht, gemacht haben will bevor ich 40 werde” ja, gehts noch? wenn man die liste durch hat, war bestimt auch der burnout dabei.

warum muss ich immer unbedingt so viel erleben und erreichen? das leben ist doch voll genug. reicht es nicht, wenn ich das, was kommt möglichst gut, intensiv und mit ganzem herzen ausschöpfe?

und was ist, wenn ich meine liste nicht schaffe? und ich würde meine liste nicht schaffen, denn ich würde mir mit sicherheit zu viel vornehmen. ich kann mengen nicht gut schätzen. das fängt ja schon damit an, dass ich immer noch, nach so vielen jahren muttersein, jedesmal zu viele nudeln zum mittag koche.

andererseits, vielleicht würde es mir und meiner unstrukturiertheit mal ganz gut tun, ein paar listen zur orientierung zu haben. ich fürchte nur, dass ich mich mit so vielen listen verzetteln würde (haha! dieses wortspiel!)

wie das so ist, bei einem schwätzchen im cafe, hat auch dieses schwätzchen keinen roten faden. meine vorsätze für die nächsten monate sind relativ simpel. wenn ich das geschafft habe und wieder ein bisschen mehr ruhe herrscht bei uns, vielleicht werde ich dann nochmal über meine visionen nachdenken – kann auch im hochsommer passieren…

danke für eure gesellschaft bei diesem kaffeeklatsch! es war gemütlich mit euch und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. was auch immer ihr für vorsätze habt und was auch immer vor euch liegt, ich wünsche euch ein schöne feierei heute abend und

ein gutes und erfülltes jahr 2012!

 

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schon letztes jahr vor weihnachten hat mir meine nachbarin mit diesen pralinen den mund wässrig gemacht. eigentlich wollten wir dieses jahr zusammen welche drehen, aber das hat dann nicht mehr geklappt. so hat sie mir das rezeptbüchlein geliehen und ich habe mit der großen sprosse die pralinen fabriziert.

die war erst sehr enthusiastisch dabei, als es ums zusammenrühren der zutaten ging, beim matschkugelrollen hat sie sich dann dezent verabschiedet. da war das sprösschen dann sehr enthusiastisch dabei… ein echtes familienunternehmen.

200g weiße schokolade, 60ml sahne, 30g butter, 25 g bröckchen von einfachem biskuitkuchen, 1tl geriebene zitronenschale, 50g geriebene weiße schokolade (oder kokosraspel) - ergibt etwa 15 stück

schokolade zerkleinern und in einen schüssel geben. sahne und butter in einem topf erhitzen bis die butter geschmolzen ist. aufkochen lassen und vom herd nehmen. sahnemischung über die schokolade gießen und solange rühren, bis die masse flüssig und glatt ist.

kuchenbröckchen und zitronenschale dazugeben.

im kühlschrank bei gelegentlichem umrühren ca. 30 minuten abkühlen. kugeln rollen und in den schokoladenraspeln oder kokosraspeln wälzen. weiter abkühlen lassen, bis die kugeln fest sind.

lässt sich im kühlschrank bis zu 2 wochen aufbewahren.

300g zartbitterschokolade, 90g butter, 125ml sahne, 2el cognac, kakao zum bestäuben – ergibt etwas 40 stück

schokolade zerkleinern und in einen schüssel geben. sahne und butter in einem topf erhitzen bis die butter geschmolzen ist. aufkochen lassen und vom herd nehmen. sahnemischung über die schokolade gießen und solange rühren, bis die masse flüssig und glatt ist. den cognac dazugeben.

alles weitere funktioniert wie oben beschrieben, nur dass man die kugeln in kakao wälzt.

(aus verführerische pralinen & trüffel von anne wilson)

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endlich wieder ein dienstag, an dem ich die helden des alltags schaffe. ich steh auf diese schöne aktion von roboti liebt. auch wenn ich nicht gut bin in wöchentlichen aktionen. dafür ist die woche einfach zu kurz, besonders wenn so kleine veranstaltungen wie weihnachten ins haus stehen. aber heute wieder:

meine helden des alltags

vor vielen wochen habe ich den spross seinen wunschzettel schreiben lassen. es wurde ein brisantes dokument. ich habe es geliebt und gefürchtet :-). so süß und so arglos geschrieben, aber wie um alles in der welt ich diese wünsche erfüllen sollte, wusste ich wirklich nicht. dann habe ich von lego creator den düsenjet gefunden und – oh freude – er wurde als würdiges düsenjetfliewatüt akzeptiert! (den rest vom wunschzettel hatte er übrigens inzwischen vergessen)

nicht nur dafür bin ich lego dankbar. inzwischen haben wir das teil und noch ein weiteres für das sprösschen zusammengebaut. wer packt diese kisten? da passt ja alles! kein einziger, winziger stein hat je gefehlt. das würde so den spaß verderben! aber die kriegen das wirklich hin! danke! und die ganze familie hatte spaß am zusammensetzen.

rosmarin – mein derzeitiger favorit unter den küchenkräutern. lecker mit kartoffeln und lecker in tomaten-oliven-quiche! jahrzehntelang habe ich völlig ignorant am rosmarin vorbeigelebt. und jetzt habe ich ihn entdeckt!

jaaa, warum der zahnstocher?

zu dieser geschickten lösungsfindung gratuliere ich mir immer noch selbst. eigentlich trage ich kontaktlinsen, aber gelegentlich kommt es ja doch vor, dass man keine lust hat, die dinger in seine verquollenen, müden oder erkälteten augen zu friemeln. dann ist eine brille spitze. leider ging sie kaputt – schon vor monaten. eine weile habe ich das lockere endstück immer wieder reingesteckt, aber dann fiel es irgendwann runter und ich hab es nicht mehr wiedergefunden.

der zahnstocher passt genau und die brille sitzt! zahnstocher: super!

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weihnachten!

ach, du meine güte. jetzt ist weihnachten schon wieder vorbei. ich wollte eigentlich an dieser stelle wenigstens noch allen fröhliche weihnachten wünschen, aber nicht mal das habe ich noch geschafft. ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes weihnachtsfest!

unsere weihnachtstage waren sehr schön, friedlich (mit kindlichen und mütterlichen aussetzern), erholsam und fröhlich. wir sind dieses jahr nicht zu den großeltern gereist, sondern zu hause geblieben. das war ein gute auszeit in diesen wochen des hausbaus. ich war zu faul und zu zufrieden, um irgendwas anderes zu machen als mit mann und kindern abzuhängen (deswegen die lange pause hier) und ich habe mich definitiv überfressen.

wir haben stundenlang lego zusammengebaut (selbst die große sprosse), haben festgestellt, dass der spross unglaublich gut “ernst-anstarren-und-der-erste-der-lacht-hat-verloren” spielen kann und haben uns schlapp gelacht über seine bierernstes gesichtchen dabei. der ultimative weihnachtskinderfilm dieses jahr war morgen, findus, wirds was geben und wir haben das perfekte kinderkompatible bistro/cafe entdeckt. auf den tischen stand körbchen mit erdnüssen und man durfte die schalen und krümel einfach auf den boden werfen – und drauf rumtrampeln – ohne das jemand schimpft. das fanden sie faszinierend!

ich liebe weihnachtsbäume. als wir heute durch die straßen spazierten, lagen schon die ersten tannenbäume auf der straße – am zweiten weihnachtsfeiertag! versteh ich nicht. bei uns darf der baum immer sehr lange bleiben, denn ich liebe unsere weihnachtsbäume.

miniaturwunderland in unserem wohnzimmer. nicht alles davon ist neu (der kran und das wikingerfort), aber sie haben alles angeschleppt, um ihre kleine welt auszuschmücken.

fröhliche weihnachten war es!

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