Januar 2012

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warten

seit etwas über zehn jahren schreibe ich tagebuch. phasenweise fast jeden tag, meistens jedoch sehr unregelmäßig und manchmal vergehen wochen und monate, ohne dass ich etwas aufschreibe. nicht das typische “liebes tagebuch, heute passierte dies und jenes…”-tagebuch.

in nutze die zeiten, in denen ich alleine zuhause bin und versuche, mir davon ein halbe stunde zu nehmen. ich mache mir einen kaffee, schnappe mir meine bücher, kuschel mich in meine sofaecke und versuche still zu werden. zu beten. meine sorgen, gedanken, gefühle, wünsche abzuschalten oder neu zu ordnen. manchmal lese ich in der bibel, manchmal versuche ich auch einfach nur zur ruhe zu kommen.

und ich schreibe auf, was in mir vorgeht. beim schreiben kann ich sortieren und manchmal klarer erkennen. diese bücher kennen all meine zweifel, abgründe und neuanfänge :) eine art seelenprotokoll.

vor ein paar tagen fiel mir beim räumen durchs bücherregal eins meiner alten notizbücher in die hände und ich habe eine ganze weile drin gelesen. ich, vor vier jahren. umzug nach hamburg, kurz vor der geburt unseres dritten kindes. in dieser zeit habe ich fast täglich geschrieben. diese seiten nach längerer zeit nochmal zu lesen war etwas besonderes und wertvolles: zu sehen, was mich in dieser zeit bewegt hat, wie sich sorgen und ängste gelöst, lebensumstände, gefühle und gedanken verändert haben.

alles in dieser zeit vor der geburt war geprägt vom warten. sieben tage vor der geburt habe ich geschrieben:

dieses mal denke ich soviel darüber nach, was alles passieren könnte. das ist eigentlich alles, was reingeht in meinen kopf. eine komische, außergewöhnliche zeit – das warten, hoffen, die stimmungsschwankungen – aber halt auch ein außergewöhnlicher schöpfungsakt.

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in vielerlei hinsicht geht es mir mit unserem hausbau genauso. natürlich kommt nichts an die einmaligkeit eines kindes heran, aber die letzten monate sind auch sehr geprägt vom warten – warten auf den nächsten meilenstein, auf den nächsten bedeutenden schritt. die unterschrift unter dem kaufvertrag, das erste baggerschaufeln, richtfest, fenster und türen werden eingebaut, … einzug ins neue zuhause. und immer, wenn der eine schritt erreicht ist, wartet man auf den nächsten, richtet seine energie und hoffnung darauf. es gibt diese zeiten im leben, wo alles auf ein großes ereignis ausgerichtet ist und man wartet – darauf, dass etwas vollendet wird.

ein schritt, auf den ich sehnlichst gewartet habe – auch wenn andere mit sicherheit wichtiger waren: endlich die ersten wände anzumalen. endlich selbst aktiv zu werden. was bunt zu machen :-) unser haus wird langsam aber sicher wohnlich und jedesmal, wenn ich eine wand weiß gestrichen habe, ist das ein fest!

und die küche, wenn die erstmal fertig ist, dann… ja dann… sind wir einen schritt weiter…

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sieben sachen

hauptsächlich haben wir gestern mit gesammelten händen und vereinten kräften vor allem eins gemacht: chaos! (das ist aber nicht sonntagsspezifisch, kommt hier jeden tag vor…) zweitens bestand der tag mehr oder weniger daraus, den koffer für die große sprosse zu packen, denn die ist heute zu ihrer klassenfahrt aufgebrochen. nicht zu vergessen, das zusammentragen von bergen von schokolade und keksen, um die proviantversorgung sicherzustellen…

aber zwischendurch:

1. um 1.15 uhr die letzten frühstücksbestandteile zurück an ihren ort geräumt. um 1.20 uhr angefangen, mittag zu machen. währenddessen

2. die strohhalme wieder eingesammelt, die gewisse kleine hände so schön schwungvoll in die schublade ausgeleert haben und in einen becher sortiert.

strohhalme sind ein kritisches thema in unserer familie. flüssigkeit wird bei uns (zumindest von der kleinen bevölkerung) nur durch einen strohhalm aufgenommen. wenn ich vergesse, rechtzeitig strohhalme nachzukaufen, bedeutet das ein große umstellung für meine bedauernswerten jungs. ein komplettes mittagsritual (welche farbe? wer holt sie? strohhalm langziehen und im akkuraten winkel knicken. mama, darf ich blubbern?) muss dann ausfallen!

3. kinder auf den schoß genommen und durchgekitzelt.

oh, ich liebe das! es gibt kein schöneres geräusch als dieses fette kindergegacker. der spross möchte immer mit kitzelstufe 10 durchgekitzelt werden. das ist nur was für ganz mutige! würde ich nicht jedem empfehlen…

bei dem spaß lässt sich auch die große nicht lumpen…

4. mich auf die heizung gesetzt, hände und hintern gewärmt und für ein weilchen ins trübe wetter gestarrt.

5. versuch gestartet, mit den beiden jungs bingo und uno zu spielen – nach sehr freien regeln.

das sprösschen hat nur bahnhof verstanden, aber das sehr professionell. das hat den großen bruder (der die regeln auch noch nicht richtig kapiert) etwas wütend gemacht. also spiele ich mit einem spiel eigentlich zwei spiele mit zwei kindern und mit zweimal unterschiedlich angepassten regeln. so was nennt man brain gym. ist auch nötig, denn beim bingo habe ich erschreckende lücken in meinen einmaleins-fähigkeiten festgestellt.

hah! mit dieser karte auf der hand haben die beiden zwerge keine chance gegen mich. ich mach sie fertig!!! sie werden sowas von untergehen…

6. die jungs mit mützen und schals ausgestattet.

der spross hatte die grandiose idee, es sich mit bettdecke und kissen vor der offenen balkontür gemütlich zu machen. das fand er kuschelig. so waren die kinder ganz bequem für ‘ne stunde an der frischen luft. praktisch!

7. abendessen für die beiden erwachsenen der familie gemacht. porree-hackfleisch-quiche. lecker!

die sieben sachen sind eine idee von frau liebe. dort gibt es noch mehr sieben-sachen-sonntage zu bewundern.

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einmachgläser sind meine neue lieblingsverpackungsmethode. und weil ich so viel spaß daran habe, geschenke zu verpacken und zu verhübschdekorieren, zeige ich nochmal ein paar fotos von meinem neuesten einmachglasgeschenkprojekt.

viel wichtiger ist aber die “zielperson” für dieses geschenk, ich mach mir schließlich nicht für jeden x-beliebigen die mühe. klar, ne?

die einzig wahre und beste schwiegermamma der welt hat heute geburtstag!

herzlichen glückwunsch!

 

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gestern abend: der mann schuftet im neuen haus und mit den neuen küchenschränken. die kleinen energiebündel sind im bett. die tochter schmollt nach lautem türenknallen in ihrem zimmer. ich, mein blögchen und mein salat (und sieht er nicht lecker aus?) allein auf dem sofa vor dem fernseher. direkt aus der schüssel gegessen.

ach, habe ich schon gelacht über diese serie und meine tochter mag sie auch. als ich ihr – nachdem ich in ruhe und allein meinen salat aufgegessen hatte – gesagt habe, dass ich how i met your mother gucke, war sie wieder ganz strahlemann und söhne und in sekundenschnelle bei mir auf dem sofa. awesome! :-)

bitte bei der ideehaberin dieser schönen aktion noch mehr helden anschauen!

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