18. März 2012

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jedesmal wenn ich zu meinen eltern nach bielefeld fahre, merke ich, dass ich nach hause fahre, obwohl ich jetzt schon so viele jahre ein eigenes zuhause habe.

vielleicht liegt es daran, dass wir in diesem haus aufgewachsen sind. ich musste nie umziehen während meiner kindheit. vielleicht liegt es auch daran, dass meine familie seit 1910 (oder so) dort lebt. meine urgroßeltern haben das haus gebaut und wenn man durch die räume und den garten wandert, steckt in allem irgendwie eine geschichte. vielleicht daher dieses gefühl von beständigkeit und rückhalt und … zuhause. vielleicht liegt es aber auch zum größten teil an meinen eltern :-)

früher haben vier familien dort gelebt. dann wurden die wohnungen zusammengelegt und als ich kind war, haben wir dann oben gewohnt und meine großeltern im erdgeschoss.

so ein altes, großes haus bietet natürlich stauraum für unmengen von alten dingen. als kind fand ich den keller immer etwas unheimlich. dann bin ich viele jahre achtlos an dem ganzen alten plunder, der dort stand vorbeigegangen. aber in letzter zeit fange ich an, meine persönliche flohmarktquelle zu schätzen. und während sich meine kinder im garten amüsieren, amüsiere ich mich auf dem dachboden oder diversen kellerräumen und wühle nach alten schätzen.

im heizungskeller stehen z.b. noch stühle meiner urgroßmutter, die könnte man neu beziehen (check. auf die liste meiner projekte fürs nächste jahrzehnt…). in einer anderen ecke steht dieses schätzelchen:

und dieses:

und das vorratsregal. früher gab es sogar noch mehr obstsorten im garten. pflaumen, rhabarber, stachelbeeren, himbeeren, holunder. wer das alles gepflückt hat weiß ich auch nicht, denn mein vater lässt jetzt noch die gesammelte bekanntschaft zum ernten anrücken.

schön, oder? wie im hofladen. wenn ich meine eltern jetzt noch überrede, den alten stall am haus wieder in betrieb zu nehmen, der sogar noch mit boxen und futtertraufen ausgestattet ist, könnten wir sogar biofleisch haben. aber heutzutage lagern da nur noch gartengeräte. dabei würden sich ein oder zwei schweinchen da gut machen. oder hühner! aber mein vater erzählt immer mit grauseln, wie seine oma früher die hühner schlachtete und er als junge mit ansehen musste, wie die viecher noch kurz ohne kopf über den hof flatterten.

bei diesem topf konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich ihn potthässlich oder wunderschön finden soll…

njaaa… geschmackssache… aber ich besitze mehrere solcher geerbter töpfe und ich habe festgestellt, dass sie allesamt induktionskochfeldgeeignet sind. so eins haben wir jetzt nämlich und ich musste ganz viele töpfe wegschmeißen, aber die ollen pötte funktionieren alle. ich habe aber übrigens nicht :-)

die hier habe ich meinen eltern dann abgeschwatzt:

ein sehr großer korb – für spielzeug? mal gucken.

und das wird unser kräuterbeet. jawohl!

und nur um das noch richtig zu stellen. ich fahre nicht deswegen zu meinen eltern. das ist ein kleiner zusätzlicher spaß zu all den anderen schönen sachen. schmatzer!

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