die rollenverteilung im kleinen reich unseres autos ist ganz klar verteilt.
bei längeren fahrten – ab 45 minuten – sieht das so aus:
das sprösschen schaltet sich (gott sei es gedankt!) nach spätestens einer halben stunde ab. da kommt er nach mir. wenn ich nicht fahren muss, sind autobahnfahrten das einschläfernste, was ich kenne.
der spross hält tapfer aus, träumt so vor sich hin, hört musik oder hörspiele, beguckt sich die gegend. zwischendurch trinkt er ‘nen liter apfelschorle… wenn der spross beschließt, dass er durst hat, dann wird auch ordentlich getrunken, dann hört er so schnell nicht auf. langeweilesaufen ist das.
mit ipod oder laptop – sprosse schaltet sich mit allen zur verfügung stehenden medien ab. schade. da hätte man einen einigermaßen gleichberechtigten gesprächspartner, mit dem man mal ein schwätzchen halten könnte, aber sie hat immer ihre ohrstöpsel drin. das habe ich eh festgestellt: teenager haben bei jeder sich bietenden gelegenheit ohrstöpsel im ohr.
gnaa. autobahnfahren ist so langweilig, langweilig, langweilig. ich will auch filme gucken beim autofahren!
“essen wir pommes?” wird gerne schon fünf minuten nach dem losfahren gefragt. da kann ich noch so viele innovative leckereien für die fahrt packen. der zwischenstopp bei mc donalds ist tradition.
so, da habt ihr’s. kein gemeinschaftliches, fröhliches “im frühtau zu berge” gesinge. die mitgebrachten pixiebücher überbrücken höchstens zehn minuten. meistens wird mindestens einmal gebrüllt. ich nämlich, wenn die knaben auf der rückbank streiten und ich nicht anders eingreifen kann außer mit brüllen. und meistens schmeißt irgendwer irgendwas ganz wichtiges irgendwo in den fußraum und man kommt nicht mehr dran.
davon abgesehen ist alles entspannt :-)








