es fing alles ganz harmlos an. gestern kamen zwei, drei schöne stücke stoff…
ein paar nähutensilien…
noch mehr nähutensilien…
mein altes aber zuverlässiges nähmaschinenschlachtross …
meine liebe freundin…
…und ich zusammen, um ein bisschen zu nähen. neue kissenbezüge, abgeschnittene jungsjeans umnähen, gartentischdecke zurechtschneiden… eben kleinkram mit kaffee und quasseln. das ganze ist dann etwas ausgeufert, weil irgendwann die idee mit den taschen aufkam und aus den zwei stunden morgendlicher nähsession wurde spontan ein ganzer nähtag. zwischendurch habe ich schnell die jungs abgeholt, mittagessen zusammengeschustert und weiter ging’s.
die beiden knaben haben sich sträflich vernachlässigt gefühlt und sich lauthals über das mangelnde nachmittags-entertainment beschwert. erst der vorschlag, seine schultüte (und was alles in die schultüte rein soll) zu malen, hat den spross langsam wieder aus seiner schmollerei gerissen.
die neuen stuhlkissen wurden auch fertig…
… aber unsere wahre liebe galt unseren taschen. ist das schön, wenn man so etwas feines unter seinen fingern entstehen sieht! ich bin ja nicht so die nähfachfrau, alleine hätte ich das nicht ausprobiert. aber meine näherprobtere freundin hat mir “wie-und-was-nähe-ich-wo-an”-anweisungen gegeben und am ende des tages waren wir beide sehr happy und haben uns immer wieder zu dieser fabelhaften idee und unserem schönen tag gratuliert.
nachdem der spross seine gute laune wiedergefunden/sich in sein schicksal gefügt hatte, wollte er auf jedes foto. gut, dass er zufällig das farblich passende shirt an hatte.
zwischendurch frisurenabgleich. zöpfe geflochten zu kriegen macht so ein molliges gefühl im bauch. da fühlt man sich in seine kindheit zurückversetzt.
meine erste wendetasche! hach, schön! solche tage sollte es öfter geben! ich glaube, heute nacht darf meine tasche in meinem bett schlafen…

























