heute morgen war ich ein bisschen frustriert. was mich frustriert, ist das geschäft mit bauleitern, handwerkern oder anderen menschen, die zu unserem hausbau gehören. es ist gar nicht unbedingt deren schuld, dass ich frustriert bin, aber diese leute bringen mich dazu, dass ich mich selbst nicht mag. in den letzten monaten, die wir nun mit hausbau und organisation beschäftigt sind, habe ich festgestellt, dass ich mich nicht gut streiten kann. und das dilemma ist, dass es leider nötig ist, hier und da mal rumzumotzen und auf dinge zu bestehen. ich kann nicht aus meiner haut. ich bin freundlich und wenn mir einer sagt, das etwas so und so gemacht werden muss oder nicht anders geht, sage ich oft, ach so, ja denn, schön. aber so kommt man halt nicht weit, das sehe ich ja ein. jetzt denke ich in jedem gespräch, dass ich führe, ich müsste besonders kompetent, geschäftstüchtig, abgebrüht, überblickend und vor allem leithammelig auftreten. daran scheitere ich des öfteren und dann mag ich mich nicht. ich weiß nicht, ob das berechtigt ist, ich wäre gern anders, ich setze die oben genannten maßstäbe an mich, die ich oft nicht erreiche. ist das herausfordernd oder frustrierend? dieser zwiespalt begleitet mich. ich finde es anstrengend und manchmal vermiest es mir die laune aber ausweichen will ich auch nicht.
so, genug gejammert, liebes tagebuch, andere leute haben echte probleme. was also bei frust hilft:
(wenn man wie ich heute morgen, durch die gegend fährt, um waschbecken und toiletten fürs haus auszusuchen): im auto laut lieblingsmusik hören und mitsingen. z.b. far away oder keep breathing von ingrid michaelson und best-band-on-earth-ever-right-now mumford and sons. mehr musik habe ich im auto eh nicht, die alternativen sind mama muh und der soundtrack von highschool musical. das ich den mitsingen kann, zeigt mir, dass ich dringend neue musik brauche.
das laut singen im auto hat mich darauf gebracht, zu hause mal wieder meine gitarre in die hand zu nehmen und ebenfalls laut dazu zu singen. singen ist super, ich hab schon lange nicht mehr richtig gesungen, so aus voller seele nur für mich. meine alltagssingerei beschränkt sich auf “heile gänschen” und andere kinderlieder. das ist nicht dasselbe! ein wunderschönes lied ist das privileg zu sein von samuel harfst. die anfangszeilen von diesem lied helfen auch: ist es nicht wunderbar an diesem tag zu sein. es ist ein privileg, erachte es nicht als klein…
wenn die sonne scheint. sonne hilft extrem.
dinge tun, die spaß machen, nämlich blog schreiben (obwohl ich überhaupt keine zeit habe!) – und den text bunt machen…
kaffee (in einer schönen großen tasse, die tasse ist auch wichtig, da geht nicht jeder darhergelaufene pott) kaffee ist ein psychisches ding bei mir. auch wenn ich gar keine lust auf kaffee habe (was vorkommen kann :-)) gibt es gewisse tageszeiten und stimmungen, wo es alleine hilft, wenn man sagt: so, jetzt erst mal ´nen schönen kaffee.




No comments
Comments feed for this article
Trackback link: http://www.heiterwerden.de/wp-trackback.php?p=355