Sieben Sachen Sonntag am 3. Advent

Ich weiß, heute ist der 12. Aber der Montag ist einfach ungünstig. Zu viele Termine. Darum heute nur sieben. Und ein Sonntag. Ein Sieben Sachen Sonntag.

Drei Kerzen angezündet. Und noch ein paar mehr, so über Wohnzimmer und Küche verteilt. Und auch Lichterketten angemacht. Ich liebe diese kuschelige Stimmung. Das Wetter ist mir piepegal.

Badewasser eingelassen, möglichst viel Schaum produziert (geht mit ganz normalem Duschgel) und die Kinder reingesteckt. Wir wollen keine fancy Badezusätze, die buntes Wasser produzieren. Wir wollen Schaumburgen! Such den Spross :-)

Während die Jungs abwechselnd in der Wanne saßen und Mister Rotbart sich mit Versicherungskram herumschlug, hab ich Dekozeug hervorgekramt und ein bisschen hin- und hergetüddelt. Meine Adventskalender-Girlande, die ich immer noch schön finde, aber die dieses Jahr irgendwie keinen Platz an der Wand hat. Einen der Anhänger ohne Zahl habe ich aufgehängt.

Haare trockengerubbelt und kleine Frösche in Bademantel gesteckt. Naja, nur einen Frosch. Der andere macht schon alleine :-) Und wie man sieht, Handyspielzeit gestattet.

Eigentlich wollte ich nur ein paar Kleinigkeiten werkeln – sehr gesittet und übersichtlich. Dann bekam das Sprösschen Wind von der Sache und der Tisch explodierte förmlich. Naja, wenn nicht heute, wann dann…

Tee gekocht und den Teebeutel wohlweislich zugebunden. Das letzte Mal hatte ich ihn nur so halbherzig zugedreht und dann schwamm der lose Tee in meiner Tasse. Mit Rooibos besonders schön – nicht!

Eine Runde Kingdom Builder gespielt. Das haben wir schon länger nicht gespielt und ich musste nochmal die ganze Anleitung lesen. Oaarr! Und dann dachte ich, ich wär so schlau, aber das Sprösschen hat mich ab-ge-zockt! Weil ich nämlich die Anleitung nicht ordentlich gelesen habe.

Ein feiner Tag war das. Langsam und faul und noch ein bisschen rekonvaleszent. Nicht im Bild: Gigantischer Höhlenbau in Spross‘ Zimmer, Schlafanzug all day long, Lebkuchenherzen mit Füllung, sparsames Aufräumen, leckerster Kartoffelsalat nach Ommas Rezept zum Abendbrot und Mad Max Fury Road über Beamer.

Der Sieben Sachen Sonntag ist eine Erfindung von Frau Liebe.

Und sonst so? – Heute mit einer spontanen Abhandlung über Achtsamkeit, Weihnachtsbäckerei, einem Geburtstag und einem Debüt-Roman

Die Zeit flutscht mir durch die Finger. Aber ich schätze, das kennen wir alle, besonders in dieser Jahreszeit. Dabei mache ich es noch nicht mal besonders umständlich. Ich bastle keine Adventskalender mehr – na gut, doch einen, für die große Tochter in Berlin, damit sie ein bisschen Weihnachtsheimat hat – , ich dekoriere die Bude nicht großartig weihnachtlich um, ich backe nicht Tonnen von speziellen Keksen und Pralinen, ich bastle im Moment nichts, ich nutze meine Abende meist, um gemütlich mit dem Mann Serien auf dem Sofa zu gucken. Ach, schauen wir den Tatsachen ins Auge… die Zeit flutscht mir nicht durch die Finger, ich entscheide mich einfach öfter mal dafür, viele Dinge, die man so tun könnte oder denkt, tun zu müssen, nicht zu tun. Ist das nun Faulheit oder Achtsamkeit? Das ist die große Frage, der ständige Zwiespalt. Denn so laut uns aus Medien, Büchern und Zeitschriften die Achtsamkeit entgegenschallt – das Weglassen von Dingen fällt schwer. So würde ich nämlich Achtsamkeit ganz simpel definieren: Zeit haben. Leider kommt diese Zeit nicht einfach irgendwoher. Die muss ich frei schaufeln – von Dingen, die ich sonst darin täte. Und diese Dinge kann ich nicht einfach verlagern. Ich muss sie aussortieren. Meist versuchen wir zusätzlich zu allem anderen auch noch ein paar achtsame Momente dazu zu quetschen. Und dann haben wir nicht nur alles im Griff und machen alles mit – wir sind auch noch achtsam dabei. Sind wir toll! :-) Ich glaube, es ist kein Geheimnis mehr, wenn man sagt, dass das einer der großen Stressfaktoren unserer Zeit ist: Die vielen tausen Möglichkeiten. Wenn ich mich für eine Sache entscheide, entscheide ich mich gleichzeitig gegen viele, viele andere. Ein Umstand, der die Sprosse grade bei der Berufswahl extrem stresst. Aber auch im Kleinen fällt uns das schwer, oder? Und wenn ich mich dann noch für so etwas scheinbar banales wie „Nichtstun“oder „Frei-Zeit“ entscheide, habe ich schon manchmal ein schlechtes Gewissen gegenüber all den anderen tollen, sinnvollen, nötigen, interessanten Möglichkeiten.

Huch, wo kam denn diese psychologische Abhandlung auf einmal her? Da klickt man sich nichtsahnend hier hinein und dann das :-) War gar nicht meine Absicht. Liegt vermutlich daran, dass ich grade Zeit habe. Wir waren nämlich alle krank die letzten Tage. Zwischenzeitlich war drei Viertel der Familie lahmgelegt. Ich hatte schon lange nicht mehr so eine fiese und hartnäckige Erkältung. Und heute habe ich mich dazu entschlossen, mich nicht zur Arbeit zu schleppen, weil es ja wieder eiiiiinigermaßen geht, sondern die Krankschreibung meines Arztes ernst zu nehmen. Gottogott, so etwas darf man ja fast nicht laut sagen. Ich habe heute also Zeit, mich schlapp zu fühlen, auf dem Sofa zu liegen und auf dem Computer zu daddeln, zu schlafen und äh, ja stimmt, da war ja was… meine spärlichen Kräfte zusammenzukratzen, um gleich die Jungs wieder abzuholen und in Empfang zu nehmen. Und das zu tun, was mit Kindern so anfällt und man vermeiden will, dass sie den ganzen Nachmittag auf dem Handy spielen :-)

Zwei Sonntage habe ich Bilder für den Sieben-Sachen-Sonntag geknipst, bin aber nicht dazu gekommen (Hello feindliche Übernahme der Nasennebenhöhlen!) sie zu posten. Deswegen gibt es jetzt, zusammen mit ein paar zwischendurch fotografierten Bildern, ein bisschen zusammengewürfelten Familienalltag.

Mal wieder Übernachtungsbesuch vom besten Kumpel. Als wir ihn nach Hause brachten, war meine Freundin grade dabei, ihre Weihnachtsdeko herauszukramen. Da habe ich diese süße Krippe aus Holzspateln (nennt man die so?) entdeckt, die eins von den Kindern mal gebastelt hat. Ich bin völlig begeistert. Am schönsten finde ich den chilligen Engel. Der meditiert doch einfach mal lässig da aufm Dach, oder? :-) Das will ich nachbasteln. Wo kriege ich diese Holzspateln her? Vielleicht gehe ich vor Weihnachten einfach nochmal zum Zahnarzt und schwatze ihm ein paar ab. Oder ich bestelle das 1000er Pack bei Amazon. Hmm…

Wir haben Weihnachtsplätzchen gebacken! Vor Weihnachten! Man stelle sich vor, nach so vielen Jahren Mutterschaft unterliege ich manchmal immer noch der Illusion, dass das Backen von Weihnachtsplätzchen eine totel stimmungsvolle, feierliche, entspannte, von besinnlicher Musik untermalte Angelegenheit sein könnte. Ts! Wer setzt angehenden Eltern bloß diesen Floh ins Ohr? Wie kann man auf die abstruse Idee kommen, dass das Zusammentreffen von kleinen Kindern mit Mehl, Teigklumpen, Teigrollen und Ausstechförmchen, die man sich TEILEN muss, flüssiger Schokolade und Millionen kleiner Zuckerkugeln eine entspanne Kombination sein könnte? Davon abgesehen werden diese Plätzchen noch nicht mal besonders gerne gegessen hier. Erst recht nicht, nachdem die Kinder Tonnen von Schokolade und anderer fragwürdiger Substanzen drübergekippt haben.

Na gut, ich übertreibe :-) Nein, eigentlich nicht. Aber ich gebe zu, inzwischen sind die Kinder größer. Fortgeschrittene Feinmotorik ist sehr nützlich bei der Eindämmung von Chaos und Schmiererei. Um das Arbeitsgerät zoffen sie sich allerdings immer noch. Und wie Sie sehen können, geschätzte Leser, darf man hier nicht so genau auf die hygienischen Bedingungen schauen. Das Sprösschen sitzt immer noch gerne mittendrin :-)

Hmm, grade fällt mir auf, dass vermutlich meine eigenen Eltern mir diesen Floh ins Ohr gesetzt haben. Als Kind fand ich das Plätzchenbacken unglaublich toll. Und weihnachtlich. Und feierlich. Und stimmungsvoll… Ich vermute, meine Kinder auch, gemessen an der Beharrlichkeit, mit der selbst die Sprosse noch darauf besteht, vor Weihnachten Plätzchen zu backen. Na denn. Apropos Traditionen… Am Sonntag ist der Spross elf geworden und fast wäre der Stoff meiner wiederkehrenden Albträume (morgens aufwachen und feststellen, dass man den Geburtstag des Kindes vergessen hat und keine Geschenke hat!!!) wahr geworden. Denn am Tag vor dem Geburtstag waren der Mann und ich dank feindlicher Übernahme der Nasennebenhöhlen so benebelt und müde, dass ich es fast nicht geschafft hätte, Geschenke einzupacken und den Geburtstagstisch aufzubauen. Aber manche Dinge müssen sein, egal wie, und dazu gehört ein Geburtstagstisch und die eigene Geburtstagszahl! Und wenn es das letzte ist, was ich tue! Puh, etwas dramatisch? Ihr wisst, was ich meine.

Da dieses Jahr keinerlei Verwandschaft in der Nähe war und die Geburtstagsparty mit den Freunden erst dieses Wochenende stattfindet, hatten wir dem Spross einen Familientag mit freier Freizeit- und Essensauswahl versprochen. Das Kind wollte natürlich schwimmen gehen… Ach menno. Der Spross hat es gut weggesteckt. Er war den ganzen Tag so derart gut gelaunt und glücklich, dass wir trotz sofalägriger Eltern einen richtig schönen, entspannten Tag hatten. Die Jungs haben das neue Star Wars Lego aufgebaut, wir haben Hörspiele gehört (es gibt Percy Jackson bei Spotify!) und nachmittags gab es als Alternativprogramm Robbi, Tobbi und das Fliewatüt im Kino mit dem besten Freund vom Spross. Alles gut, Aufwand machbar, Kind glücklich.

Selbstgemachte (vom besten aller Ehegatten) Erbsensuppe macht mich glücklich. Glückliche Kinder machen mich auch glücklich. Aber Erbsensuppe auch. Sehr!

Angeberbild :-) Lässt gar nicht auf die tägliche Szene vor dem Klavierüben schließen: „OOOAAARR, NEEE! Ich will nicht Klavier üben!!!“ Na gut, auch hier übertreibe ich. Inzwischen klappt es ganz gut.

Zum Schluss noch ein kleiner Erziehungstipp von mir (ihr wisst, ich gebe großartige Erziehungstipps): Falls ihr Kinder im smartphonefähigen Alter habt und euch gelegentlich darüber aufregt, wieviel Zeit sie mit Whats App verbringen und euch noch nie von selbst diese bahnbrechende Idee gekommen ist – gründet eine Familien-Whats App-Gruppe!  Das ist lustig! Sie quatschen dann zwar immer noch dauernd mit ihren Freunden, aber sie quatschen auch mit euch :-) Der Spross ist jetzt frisch und eifrig im Smartphone-Business und freut sich wie ein Schneekönig über jede Nachricht. Jetzt sind wir schon vier in unserer Gruppe und boy, hab ich schon gelacht. Der Spross mit seinem fröhlichen, hemmungslosen Gebrauch von Emojis, die Sprosse als Profi-Schnell-Texterin und äh, ja, der Mann und ich, höchst durchschnittliche Not-Digital-Natives. Ich zeige euch ein Beispiel, das gut und gerne das Zeug für ein abendfüllendes Familienspiel hat…

Der Spross neulich wieder so (meistens sitzt er dabei direkt neben mir oder in seinem Zimmer) „Dummdiedumm, mir ist so langweilig, ich spamme mal ein bisschen die Familiengruppe voll, hallo, wie gehts? halloho? sagt doch mal was, ach, ich schicke mal ein Haufen willkürlich zusammengewürfelter Emojis in die Gruppe…“ Was man so tut, ne? Seine Nachricht sah so aus:

Woraufhin die Sprosse fragte, ob hinter diesen Emojis irgendeine Geschichte steht und ich antwortete, dass das jetzt ihr Part sei. Fünf – F Ü N F ! – Minuten später kam folgende, sehr erfolgversprechende Geschichte (bitte beim Lesen auf die entsprechenden Emojis achten):

Ein Mann zog Hemd und Stiefel an, nahm seinen Hund und ritt mit seinem Pferd zu den Schweinen. Im Gehege fand er einen Affen vor, der sich mit einem Huhn um eine Tomate stritt. Da wunderte sich der Mann, denn eigentlich essen Affen ja nur Pfirsiche und Hühner stehen eher so auf traditionelle Dinge wie hot dog oder spaghetti. Als Friedensangebot schenkte er ihnen ein Hühnerbein zum Teilen. Das Huhn wurde nun melodramatisch, weil es sich kanibalisch vorkam, also ertränkte es sich. Der Affe zeigte stolz seine Fahrradfahr-Künste und fuhr weg. Der Mann schüttelte nur den Kopf und schnallte sich seine Skier unter, um mit seinem Hund eishockey zu spielen. Jeder bekam einen Schläger, doch iwann wurde es Ihnen langweilig und sie stiegen um auf Golf. Doch sie wussten nicht genau, wie es geht und nahmen den Tennisball, mit dem das ganze nicht funktionierte … also versuchten sie ihr Glück mit dem Volleyball, den sie zufällig dabei hatten. Das ganze filmten sie, doch kamen sich danach so blöd vor, weil sie alles falsch gemacht hatten, dass sie den Film mit einer Spirale zerquetschten und wegwarfen. Sie waren sehr frustriert über den ganzen Tag mit so viel Streitereien und missglücktem Sport, dass sie nach einem Sinn in ihrem Leben suchten. Doch schließlich fiel Ihnen das wichtigste wieder ein, und zwar dass sich alle Menschen und Tiere lieb haben können, egal welches Sternzeichen sie haben oder welcher Nation sie angehören.

Ein paar Dinge muss ich anmerken: (1) Die Tochter ist achtzehn und hat Abi. Sie ist also in der Lage, sich höchst gebildet zu artikulieren, aber (2) Groß-, Kleinschreibung und Kommasetzung ist in Whats App zu vernachlässigen, für solche Widrigkeiten hat man hier keine Zeit. Für die bessere Lesbarkeit habe ich nachträglich ein paar Kommas gesetzt. (3) iwann, iwie oder iwo sind gängige Abkürzungen für irgendwann, irgendwie und irgendwo. Und (4) Ist diese Geschichte nicht großartig?! Ich hab mich schlapp gelacht! Und das Ende ist ja wohl geradezu weise, oder? Der Spross war auch völlig begeistert. Und wenn man daraus nicht ein super Familienspiel machen kann, dann weiß ich auch nicht.

In diesem Sinne, Love and Peace for y’all. Ich geh jetzt nochmal inhalieren. Heißes Wasser, wohlgemerkt! Keine anderen Love-and-Peace Substanzen!

Sieben Sachen Sonntag

Noch ein Sieben-Sachen-Sonntag. Weil es Spaß macht. Und sich so schön vertraut anfühlt :-) Und der Sonntag so gemächlich war, nachdem wir gestern den ganzen Tag unterwegs waren. Hier also sieben Sachen, die ich heute mit meinen Händen gemacht habe…

siebensachensonntag_byheiterwerden_einssiebensachensonntag_byheiterwerden8

Küche aufgeräumt. Während Mister Rotbart die Brötchen holt. Die sah von gestern abend noch schlimm aus. Dabei hatten wir noch nicht mal Besuch. Nur der Mann und ich. Und eine Chorizo-Nudel-Pfanne mit Datteln, Rukola und Pinienkernen, die so lecker war.

siebensachensonntag_byheiterwerden_zweisiebensachensonntag_byheiterwerden9

Faules Vormittagsprogramm. Hörspiele angemacht, Bücher aus dem Regal geholt und gelesen, Sendung mit der Maus geguckt – nicht gleichzeitig, hintereinander :-)

siebensachensonntag_byheiterwerden_dreisiebensachensonntag_byheiterwerden4

Mittags habe ich meine Männer nett überredet (den Mann) bzw. bestochen (die Jungs), mit mir das Haus zu verlassen und den Elbrausch Designmarkt zu besuchen. Ich sag’s euch, vergesst alle Erziehungsratgeber. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Bestechung und Erpressung sind die Grundsäulen einer gelungenen Erziehung. Hach, na gut! Natürlich nicht. Aber manchmal machen kleine Kompromisse alle Beteiligten glücklich. Ich hätte die Kinder natürlich auch zwingen können, schließlich bin ich die Chefin hier, die Kinder müssen auch einfach mal gehorchen, sicher, sicher… Aber in dieser speziellen Situation habe ich mich dafür entschieden, mit den Jungs in Verhandlungen zu treten. Nachdem die ersten Forderungen inakzeptabel waren (eintausend Euro bar auf die Kralle), konnten sich beide Parteien einvernehmlich einigen. Handyspielen im Auto auf dem Hinweg und die Erlaubnis, nicht die Hose wechseln zu müssen (Sportklamotten all day long…) für die Jungs und einigermaßen meckerfreies, mittelzügiges Schlendern über den Markt für Mama.

Was soll ich sagen. Hat super geklappt. Und jetzt mal unter uns. Auch wenn ich den Elbrausch höchst symphatisch fand, weil nette Location und nicht so überfüllt, hatte ich keine Mühe, meine Schlenderei knapp zu halten. Diese Designmärkte sind überbewertet. Viele Stände finde ich wirkich wunderschön, aber meistens kaufe ich dann doch wenig oder gar nichts, weil ich nicht so viel Geld ausgeben will. Vielleicht bin ich auch einfach schon übersättigt. In Hamburg gibt es halt sehr viele solcher Märkte. Vielleicht muss ich demnächst auch einfach mit weiblicher Begleitung gehen :-) Darüberhinaus gab es allerdings sehr leckere Suppen und sehr leckeren Kaffee. Leider keine Waffeln, obwohl der ganze Raum verheißungsvoll duftete. Aber irgendwie gab es keinen Teig mehr und nachdem wir dreimal für einen weitere Viertelstunde vertröstet worden waren, haben wir beschlossen, zuhause Waffeln zu machen. Auf dem Rückweg kam sogar die Sonne raus und die Jungs konnten noch über den Planten un Blomen-Spielplatz turnen. Und wollten gar nicht mehr weg. Sieh an :-)

siebensachensonntag_byheiterwerden_viersiebensachensonntag_byheiterwerden5

Dieses Foto ist eigentlich geschummelt, denn streng genommen habe ich hier nichts mit meinen Händen gemacht, außer sie tief in meine Jackentaschen zu schieben, während wir so rumstanden am Spielplatz. Kalt, aber nette Aussicht…

siebensachensonntag_byheiterwerden_fuenfsiebensachensonntag_byheiterwerden6

Wieder daheim die eben angekündigten Waffeln produziert und vertilgt.

siebensachensonntag_byheiterwerden_sechssiebensachensonntag_byheiterwerden2

Die lästige Carrerabahn, über die ich die letzten Tage steigen musste, wieder in die Kiste geräumt.

siebensachensonntag_byheiterwerden_siebensiebensachensonntag_byheiterwerden10

Die Jungs noch schnell zu Klavierhausaufgaben verdonnert. Ups! Schon wieder geschummelt! Waren ja gar nicht meine Hände, sondern die der Jungs… Egal, das Foto macht sich schön :-)

Und eins noch, als Bonusmaterial sozusagen. Weil ich das welke Farngebüsch so schön fand…

siebensachensonntag_byheiterwerden7

Der Sieben Sachen Sonntag ist eine Erfindung von Frau Liebe.

Segeln mit den großen Pötten

I am sailing, I am saiiiiling… na gut, rein streng genommen, bin ich nicht gesegelt. Aber ich habe in einem Segelboot gesessen und mich segeln lassen. Das konnte ich ziemlich gut, finde ich.

Freunde von uns, deren Boot im Wedeler Hafen liegt, haben uns an einem der letzten Wochenenden mitgenommen. Ich vermute mal, dass sie inzwischen ihr Boot winterfest verstaut haben – was auch immer der Fachbegriff dafür wäre :-) An diesem speziellen Wochenende war es auch schon ziemlich herbstlich frisch und ungemütlich. Also haben wir Landratten versucht, uns möglichst wasserfest einzumuckeln. Das ist gar nicht so einfach. Ich bin immer schon froh, wenn ich für die Kinder passende Regenhosen aus den Schubladen buddele. Irgendwie sind wir wettertechnisch nie so richtig vorbereitet. Der Spross hat noch nicht mal mehr Gummistiefel, ist mir da erst aufgefallen. Unhaltbar, dieser Zustand! In Hamburg. Aber mal im Ernst. Wenn es richtig regnet, gehen meine Kinder nicht raus. Die kleinkindliche Faszination des Pfützeplantschen hat sich schon lange aus dem Staub gemacht. Ich bin nicht böse drum, ich sitze auch lieber mit Buch und Kuscheldecke auf dem Sofa, anstatt rappelige Kleinkinder wegen Budenkollers zwangszulüften :-)

aufderelbe_byheiterwerden10

Freiwilliges Lüften, vor allem auf einem Segelboot, ist natürlich eine ganz andere Nummer. Selbst wenn man, wie ich, die ganze Zeit nur sitzt, ab und zu mal die Seite wechselt und die Aussicht genießt. Die Jungs durften auch mal lenken. Die Uferlandschaft an der Elbe und der Ausblick auf Rissen und Blankenese vom Wasser aus ist einfach schön. Ab und zu schippern ein paar große Kähne vorbei. Und auch wenn wir auf dem Hinweg eher wenig Wind hatten, gab’s auf dem Rückweg schön spannenden Wind. Spannend und schräglagig genug für uns jedenfalls :-)

aufderelbe_byheiterwerden19aufderelbe_byheiterwerden18aufderelbe_byheiterwerden17 aufderelbe_byheiterwerden16aufderelbe_byheiterwerden14 aufderelbe_byheiterwerden13aufderelbe_byheiterwerden15

Das Sprösschen war gut gepolstert. Zu süß, wie seine wilden Locken aus seiner Montur lugten. Leider war ihm zwischendurch ein bisschen grün um die Nase und flau im Magen. Deswegen hat er uns schließlich vor Blankenese freundlich nahegelegt umzukehren. Haha! Schönrederei des Monats! Das Kind hat eine halbe Stunde am Stück ohne Punkt und Komma gemotzt.

aufderelbe_byheiterwerden11aufderelbe_byheiterwerden2 aufderelbe_byheiterwerden9 aufderelbe_byheiterwerden5aufderelbe_byheiterwerden6 aufderelbe_byheiterwerden7aufderelbe_byheiterwerden4 aufderelbe_byheiterwerden3

Wie lagen vor Blankenese und hatten die Pest an Bord, trallala… Ich kann nicht anders. Sobald ich auf Booten bin, fallen mir alle Seemannslieder aus meiner Grundschulzeit ein. Ich hab im Chor gesungen und ich mochte meine Musiklehrerin sehr gerne …in den Fässern, da faulte das Wasser und täglich ging einer über Bord, what shall we do with the drunken sailor, what shall we do with the drunken sailor, …Jan und Hein und Klaas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit… mit dieser kleinen Ohrwurmauswahl wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende! Viel Spaß damit :-)

aufderelbe_byheiterwerden