Und sonst so? – Heute mit einer spontanen Abhandlung über Achtsamkeit, Weihnachtsbäckerei, einem Geburtstag und einem Debüt-Roman

Die Zeit flutscht mir durch die Finger. Aber ich schätze, das kennen wir alle, besonders in dieser Jahreszeit. Dabei mache ich es noch nicht mal besonders umständlich. Ich bastle keine Adventskalender mehr – na gut, doch einen, für die große Tochter in Berlin, damit sie ein bisschen Weihnachtsheimat hat – , ich dekoriere die Bude nicht großartig weihnachtlich um, ich backe nicht Tonnen von speziellen Keksen und Pralinen, ich bastle im Moment nichts, ich nutze meine Abende meist, um gemütlich mit dem Mann Serien auf dem Sofa zu gucken. Ach, schauen wir den Tatsachen ins Auge… die Zeit flutscht mir nicht durch die Finger, ich entscheide mich einfach öfter mal dafür, viele Dinge, die man so tun könnte oder denkt, tun zu müssen, nicht zu tun. Ist das nun Faulheit oder Achtsamkeit? Das ist die große Frage, der ständige Zwiespalt. Denn so laut uns aus Medien, Büchern und Zeitschriften die Achtsamkeit entgegenschallt – das Weglassen von Dingen fällt schwer. So würde ich nämlich Achtsamkeit ganz simpel definieren: Zeit haben. Leider kommt diese Zeit nicht einfach irgendwoher. Die muss ich frei schaufeln – von Dingen, die ich sonst darin täte. Und diese Dinge kann ich nicht einfach verlagern. Ich muss sie aussortieren. Meist versuchen wir zusätzlich zu allem anderen auch noch ein paar achtsame Momente dazu zu quetschen. Und dann haben wir nicht nur alles im Griff und machen alles mit – wir sind auch noch achtsam dabei. Sind wir toll! :-) Ich glaube, es ist kein Geheimnis mehr, wenn man sagt, dass das einer der großen Stressfaktoren unserer Zeit ist: Die vielen tausen Möglichkeiten. Wenn ich mich für eine Sache entscheide, entscheide ich mich gleichzeitig gegen viele, viele andere. Ein Umstand, der die Sprosse grade bei der Berufswahl extrem stresst. Aber auch im Kleinen fällt uns das schwer, oder? Und wenn ich mich dann noch für so etwas scheinbar banales wie „Nichtstun“oder „Frei-Zeit“ entscheide, habe ich schon manchmal ein schlechtes Gewissen gegenüber all den anderen tollen, sinnvollen, nötigen, interessanten Möglichkeiten.

Huch, wo kam denn diese psychologische Abhandlung auf einmal her? Da klickt man sich nichtsahnend hier hinein und dann das :-) War gar nicht meine Absicht. Liegt vermutlich daran, dass ich grade Zeit habe. Wir waren nämlich alle krank die letzten Tage. Zwischenzeitlich war drei Viertel der Familie lahmgelegt. Ich hatte schon lange nicht mehr so eine fiese und hartnäckige Erkältung. Und heute habe ich mich dazu entschlossen, mich nicht zur Arbeit zu schleppen, weil es ja wieder eiiiiinigermaßen geht, sondern die Krankschreibung meines Arztes ernst zu nehmen. Gottogott, so etwas darf man ja fast nicht laut sagen. Ich habe heute also Zeit, mich schlapp zu fühlen, auf dem Sofa zu liegen und auf dem Computer zu daddeln, zu schlafen und äh, ja stimmt, da war ja was… meine spärlichen Kräfte zusammenzukratzen, um gleich die Jungs wieder abzuholen und in Empfang zu nehmen. Und das zu tun, was mit Kindern so anfällt und man vermeiden will, dass sie den ganzen Nachmittag auf dem Handy spielen :-)

Zwei Sonntage habe ich Bilder für den Sieben-Sachen-Sonntag geknipst, bin aber nicht dazu gekommen (Hello feindliche Übernahme der Nasennebenhöhlen!) sie zu posten. Deswegen gibt es jetzt, zusammen mit ein paar zwischendurch fotografierten Bildern, ein bisschen zusammengewürfelten Familienalltag.

Mal wieder Übernachtungsbesuch vom besten Kumpel. Als wir ihn nach Hause brachten, war meine Freundin grade dabei, ihre Weihnachtsdeko herauszukramen. Da habe ich diese süße Krippe aus Holzspateln (nennt man die so?) entdeckt, die eins von den Kindern mal gebastelt hat. Ich bin völlig begeistert. Am schönsten finde ich den chilligen Engel. Der meditiert doch einfach mal lässig da aufm Dach, oder? :-) Das will ich nachbasteln. Wo kriege ich diese Holzspateln her? Vielleicht gehe ich vor Weihnachten einfach nochmal zum Zahnarzt und schwatze ihm ein paar ab. Oder ich bestelle das 1000er Pack bei Amazon. Hmm…

Wir haben Weihnachtsplätzchen gebacken! Vor Weihnachten! Man stelle sich vor, nach so vielen Jahren Mutterschaft unterliege ich manchmal immer noch der Illusion, dass das Backen von Weihnachtsplätzchen eine totel stimmungsvolle, feierliche, entspannte, von besinnlicher Musik untermalte Angelegenheit sein könnte. Ts! Wer setzt angehenden Eltern bloß diesen Floh ins Ohr? Wie kann man auf die abstruse Idee kommen, dass das Zusammentreffen von kleinen Kindern mit Mehl, Teigklumpen, Teigrollen und Ausstechförmchen, die man sich TEILEN muss, flüssiger Schokolade und Millionen kleiner Zuckerkugeln eine entspanne Kombination sein könnte? Davon abgesehen werden diese Plätzchen noch nicht mal besonders gerne gegessen hier. Erst recht nicht, nachdem die Kinder Tonnen von Schokolade und anderer fragwürdiger Substanzen drübergekippt haben.

Na gut, ich übertreibe :-) Nein, eigentlich nicht. Aber ich gebe zu, inzwischen sind die Kinder größer. Fortgeschrittene Feinmotorik ist sehr nützlich bei der Eindämmung von Chaos und Schmiererei. Um das Arbeitsgerät zoffen sie sich allerdings immer noch. Und wie Sie sehen können, geschätzte Leser, darf man hier nicht so genau auf die hygienischen Bedingungen schauen. Das Sprösschen sitzt immer noch gerne mittendrin :-)

Hmm, grade fällt mir auf, dass vermutlich meine eigenen Eltern mir diesen Floh ins Ohr gesetzt haben. Als Kind fand ich das Plätzchenbacken unglaublich toll. Und weihnachtlich. Und feierlich. Und stimmungsvoll… Ich vermute, meine Kinder auch, gemessen an der Beharrlichkeit, mit der selbst die Sprosse noch darauf besteht, vor Weihnachten Plätzchen zu backen. Na denn. Apropos Traditionen… Am Sonntag ist der Spross elf geworden und fast wäre der Stoff meiner wiederkehrenden Albträume (morgens aufwachen und feststellen, dass man den Geburtstag des Kindes vergessen hat und keine Geschenke hat!!!) wahr geworden. Denn am Tag vor dem Geburtstag waren der Mann und ich dank feindlicher Übernahme der Nasennebenhöhlen so benebelt und müde, dass ich es fast nicht geschafft hätte, Geschenke einzupacken und den Geburtstagstisch aufzubauen. Aber manche Dinge müssen sein, egal wie, und dazu gehört ein Geburtstagstisch und die eigene Geburtstagszahl! Und wenn es das letzte ist, was ich tue! Puh, etwas dramatisch? Ihr wisst, was ich meine.

Da dieses Jahr keinerlei Verwandschaft in der Nähe war und die Geburtstagsparty mit den Freunden erst dieses Wochenende stattfindet, hatten wir dem Spross einen Familientag mit freier Freizeit- und Essensauswahl versprochen. Das Kind wollte natürlich schwimmen gehen… Ach menno. Der Spross hat es gut weggesteckt. Er war den ganzen Tag so derart gut gelaunt und glücklich, dass wir trotz sofalägriger Eltern einen richtig schönen, entspannten Tag hatten. Die Jungs haben das neue Star Wars Lego aufgebaut, wir haben Hörspiele gehört (es gibt Percy Jackson bei Spotify!) und nachmittags gab es als Alternativprogramm Robbi, Tobbi und das Fliewatüt im Kino mit dem besten Freund vom Spross. Alles gut, Aufwand machbar, Kind glücklich.

Selbstgemachte (vom besten aller Ehegatten) Erbsensuppe macht mich glücklich. Glückliche Kinder machen mich auch glücklich. Aber Erbsensuppe auch. Sehr!

Angeberbild :-) Lässt gar nicht auf die tägliche Szene vor dem Klavierüben schließen: „OOOAAARR, NEEE! Ich will nicht Klavier üben!!!“ Na gut, auch hier übertreibe ich. Inzwischen klappt es ganz gut.

Zum Schluss noch ein kleiner Erziehungstipp von mir (ihr wisst, ich gebe großartige Erziehungstipps): Falls ihr Kinder im smartphonefähigen Alter habt und euch gelegentlich darüber aufregt, wieviel Zeit sie mit Whats App verbringen und euch noch nie von selbst diese bahnbrechende Idee gekommen ist – gründet eine Familien-Whats App-Gruppe!  Das ist lustig! Sie quatschen dann zwar immer noch dauernd mit ihren Freunden, aber sie quatschen auch mit euch :-) Der Spross ist jetzt frisch und eifrig im Smartphone-Business und freut sich wie ein Schneekönig über jede Nachricht. Jetzt sind wir schon vier in unserer Gruppe und boy, hab ich schon gelacht. Der Spross mit seinem fröhlichen, hemmungslosen Gebrauch von Emojis, die Sprosse als Profi-Schnell-Texterin und äh, ja, der Mann und ich, höchst durchschnittliche Not-Digital-Natives. Ich zeige euch ein Beispiel, das gut und gerne das Zeug für ein abendfüllendes Familienspiel hat…

Der Spross neulich wieder so (meistens sitzt er dabei direkt neben mir oder in seinem Zimmer) „Dummdiedumm, mir ist so langweilig, ich spamme mal ein bisschen die Familiengruppe voll, hallo, wie gehts? halloho? sagt doch mal was, ach, ich schicke mal ein Haufen willkürlich zusammengewürfelter Emojis in die Gruppe…“ Was man so tut, ne? Seine Nachricht sah so aus:

Woraufhin die Sprosse fragte, ob hinter diesen Emojis irgendeine Geschichte steht und ich antwortete, dass das jetzt ihr Part sei. Fünf – F Ü N F ! – Minuten später kam folgende, sehr erfolgversprechende Geschichte (bitte beim Lesen auf die entsprechenden Emojis achten):

Ein Mann zog Hemd und Stiefel an, nahm seinen Hund und ritt mit seinem Pferd zu den Schweinen. Im Gehege fand er einen Affen vor, der sich mit einem Huhn um eine Tomate stritt. Da wunderte sich der Mann, denn eigentlich essen Affen ja nur Pfirsiche und Hühner stehen eher so auf traditionelle Dinge wie hot dog oder spaghetti. Als Friedensangebot schenkte er ihnen ein Hühnerbein zum Teilen. Das Huhn wurde nun melodramatisch, weil es sich kanibalisch vorkam, also ertränkte es sich. Der Affe zeigte stolz seine Fahrradfahr-Künste und fuhr weg. Der Mann schüttelte nur den Kopf und schnallte sich seine Skier unter, um mit seinem Hund eishockey zu spielen. Jeder bekam einen Schläger, doch iwann wurde es Ihnen langweilig und sie stiegen um auf Golf. Doch sie wussten nicht genau, wie es geht und nahmen den Tennisball, mit dem das ganze nicht funktionierte … also versuchten sie ihr Glück mit dem Volleyball, den sie zufällig dabei hatten. Das ganze filmten sie, doch kamen sich danach so blöd vor, weil sie alles falsch gemacht hatten, dass sie den Film mit einer Spirale zerquetschten und wegwarfen. Sie waren sehr frustriert über den ganzen Tag mit so viel Streitereien und missglücktem Sport, dass sie nach einem Sinn in ihrem Leben suchten. Doch schließlich fiel Ihnen das wichtigste wieder ein, und zwar dass sich alle Menschen und Tiere lieb haben können, egal welches Sternzeichen sie haben oder welcher Nation sie angehören.

Ein paar Dinge muss ich anmerken: (1) Die Tochter ist achtzehn und hat Abi. Sie ist also in der Lage, sich höchst gebildet zu artikulieren, aber (2) Groß-, Kleinschreibung und Kommasetzung ist in Whats App zu vernachlässigen, für solche Widrigkeiten hat man hier keine Zeit. Für die bessere Lesbarkeit habe ich nachträglich ein paar Kommas gesetzt. (3) iwann, iwie oder iwo sind gängige Abkürzungen für irgendwann, irgendwie und irgendwo. Und (4) Ist diese Geschichte nicht großartig?! Ich hab mich schlapp gelacht! Und das Ende ist ja wohl geradezu weise, oder? Der Spross war auch völlig begeistert. Und wenn man daraus nicht ein super Familienspiel machen kann, dann weiß ich auch nicht.

In diesem Sinne, Love and Peace for y’all. Ich geh jetzt nochmal inhalieren. Heißes Wasser, wohlgemerkt! Keine anderen Love-and-Peace Substanzen!

Segeln mit den großen Pötten

I am sailing, I am saiiiiling… na gut, rein streng genommen, bin ich nicht gesegelt. Aber ich habe in einem Segelboot gesessen und mich segeln lassen. Das konnte ich ziemlich gut, finde ich.

Freunde von uns, deren Boot im Wedeler Hafen liegt, haben uns an einem der letzten Wochenenden mitgenommen. Ich vermute mal, dass sie inzwischen ihr Boot winterfest verstaut haben – was auch immer der Fachbegriff dafür wäre :-) An diesem speziellen Wochenende war es auch schon ziemlich herbstlich frisch und ungemütlich. Also haben wir Landratten versucht, uns möglichst wasserfest einzumuckeln. Das ist gar nicht so einfach. Ich bin immer schon froh, wenn ich für die Kinder passende Regenhosen aus den Schubladen buddele. Irgendwie sind wir wettertechnisch nie so richtig vorbereitet. Der Spross hat noch nicht mal mehr Gummistiefel, ist mir da erst aufgefallen. Unhaltbar, dieser Zustand! In Hamburg. Aber mal im Ernst. Wenn es richtig regnet, gehen meine Kinder nicht raus. Die kleinkindliche Faszination des Pfützeplantschen hat sich schon lange aus dem Staub gemacht. Ich bin nicht böse drum, ich sitze auch lieber mit Buch und Kuscheldecke auf dem Sofa, anstatt rappelige Kleinkinder wegen Budenkollers zwangszulüften :-)

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Freiwilliges Lüften, vor allem auf einem Segelboot, ist natürlich eine ganz andere Nummer. Selbst wenn man, wie ich, die ganze Zeit nur sitzt, ab und zu mal die Seite wechselt und die Aussicht genießt. Die Jungs durften auch mal lenken. Die Uferlandschaft an der Elbe und der Ausblick auf Rissen und Blankenese vom Wasser aus ist einfach schön. Ab und zu schippern ein paar große Kähne vorbei. Und auch wenn wir auf dem Hinweg eher wenig Wind hatten, gab’s auf dem Rückweg schön spannenden Wind. Spannend und schräglagig genug für uns jedenfalls :-)

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Das Sprösschen war gut gepolstert. Zu süß, wie seine wilden Locken aus seiner Montur lugten. Leider war ihm zwischendurch ein bisschen grün um die Nase und flau im Magen. Deswegen hat er uns schließlich vor Blankenese freundlich nahegelegt umzukehren. Haha! Schönrederei des Monats! Das Kind hat eine halbe Stunde am Stück ohne Punkt und Komma gemotzt.

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Wie lagen vor Blankenese und hatten die Pest an Bord, trallala… Ich kann nicht anders. Sobald ich auf Booten bin, fallen mir alle Seemannslieder aus meiner Grundschulzeit ein. Ich hab im Chor gesungen und ich mochte meine Musiklehrerin sehr gerne …in den Fässern, da faulte das Wasser und täglich ging einer über Bord, what shall we do with the drunken sailor, what shall we do with the drunken sailor, …Jan und Hein und Klaas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit… mit dieser kleinen Ohrwurmauswahl wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende! Viel Spaß damit :-)

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Sieben Sachen am Sonntag

Erinnert ihr euch noch an den Sieben-Sachen-Sonntag? Den hat vor ein paar Jahren Frau Liebe erfunden. Ich mochte den Sieben-Sachen-Sonntag immer sehr. Sieben Bilder von Dingen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe – das hatte immer etwas sehr meditatives. Bei Frau Kirschkernzeit habe ich vor ein paar Tagen auch ein Revival entdeckt. Da ich in letzter Zeit irgendwie die Bilder vom Wochenende nicht schaffe (meistens vergesse ich einen Tag :-)), habe ich einfach mal wieder sieben Bilder gemacht. One ordinary and lazy sunday. Sehr geschäftig waren meine Hände heute nicht. Nachdem wir gestern geputzt und aufgeräumt haben, ich etwas zu lange laufen war (schlaaappp! Meine armen, ungeübten Muskeln…) und wir Übernachtungsbesuch hatten, habe ich heute neben den lebenserhaltenen Maßnahmen (wie Zähneputzen und Küche nicht Atlantis-artig untergehen lassen) nur wenig gemacht :-)

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Brötchen aufgeschnitten und noch schön mit dem Besuch gefrühstückt.

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Diese kleine Holzschatulle hingestellt. Ich hab sie beim Aufräumen im Schrank wiedergefunden. Ich glaube, die Sprosse hat sie mir mal geschenkt. Sie ist so schön glatt (die Schatulle:-))

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Heißen Kakao getrunken.

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Kram-und-allerlei-gesammelte-Karten-Schublade ausgemistet. Zumindest ein bisschen, so dass neuer Kram hineinpasste.

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Alte Osterschokolade zu Schokostreuseln verarbeitet und Apple Crumble gebacken.

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Neben dem Lego-bauenden Sprösschen die Kerzen angezündet.

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Mit Mister Rotbart die ganze Auflaufform Apple Crumble mit Vanillesoße vertilgt. Die Jungs wollten lieber Kekse… die wissen einfach nicht was gut ist. Und währenddessen Familienfilm geschaut.

Herbstferienzusammenfassung

Zwei Wochen Herbstferien in Hamburg sind vorbei. Wir waren hier und da. Von allem ein bisschen. Mister Rotbart und ich hatten beide die vollen zwei Wochen frei, was selten ist. Wir haben ein bisschen zuhause abgehangen, wir haben ein bisschen Omma und Oppa in Bielefeld besucht, wir sind zu den Freunden nach Ulm gefahren, waren im Legoland und haben Center Parcs Ferien in Holland ausprobiert. Jetzt bin ich wieder bereit für meinen ruhigen, entspannten Alltag :-)

Die Freunde in Ulm haben uns natürlich ins Legoland geschleppt. Das bietet sich einfach zu sehr an. Dieser Ausflug – und die Tatsache, dass er seinen liebsten Freund wiedersehen konnte – war für den Spross das beste in den Ferien. Wir hadern immer noch ein bisschen damit, dass Ulm so weit weg ist. Obwohl man zugeben muss, dass Ulm wirklich einen Besuch wert ist. So hübsch da! Ich liebe Städte mit viel Fachwerk und altem Gemäuer. Man fühlt sich wie in einem Mittelalterfilm.

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Oh, die Brücken von Venedig vor deutschem Herbstlaub… Ich glaube, in mir steckt ein kleiner Modellbau-Liebhaber. Ich mochte die nachgebauten Länder wirklich sehr. Die Kinder noch mehr. Die Star Wars-Welt hat natürlich die größte Faszination hervorgerufen. Das wiederum finde ich faszinierend, denn die Jungs haben bis auf die allererste, uralte und dadurch ziemlich harmlos wirkende Episode noch keine weitere gesehen. Ist so’n Schwarmbewusstsein wahrscheinlich.

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Und was macht der gemeine Hamburger in der Fremde? Hamburg-Sightseeing :-) Und so praktisch. Speicherstadt, Dom, Hafen, Elbe – alles in fünf Minuten.

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An der ein oder anderen Stelle habe ich vielleicht schon mal erwähnt, dass unsere Ulmer direkt an der alten Stadtmauer in einem hunderte Jahre alten, renovierten Fachwerkhaus wohnen. 600 Jahre! Kann man sich das vorstellen? Was für Geschichten dieses Haus wohl erzählen würde? Da läuft bei mir Kopfkino vom feinsten, wenn ich am Esstisch sitze.

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Von Ulm aus ging es weiter nach Holland. Wir wollten mal Center Parcs Ferien ausprobieren. Ich habe im Vorfeld die unterschiedlichsten Meinungen gehört. Die einen loben diese Art Ferien in höchsten Tönen, die anderen finden’s furchtbar. Da die Jungs a) am liebsten den ganzen Tag schwimmen und b) gerne klettern, schien uns das aber eine ganz gute Idee. Im Nachhinein würde ich sagen, dass es ganz nett war, aber nochmal muss ich nicht hin. Wenn man in einer Stadt wie Hamburg wohnt, kann man das gleiche Programm abziehen. Jeden Tag schwimmen, klettern, Zoo oder eine andere coole Aktivität. Jeden Tag zweimal Essen gehen. Und shoppen. Und es wäre immer noch billiger als vier Tage Center Parcs. Darüberhinaus würden wir schöner wohnen (haha) und uns das  Packen und einen Haufen Wäsche sparen. Sorry, ich weiß, das ist total sesselpupserhaft gedacht, aber ich kann nicht anders. Solche Gedanken gehen mir durch den Kopf. Und trotzdem habe ich die Ferien genossen :-)

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Ein paar Urlaubsmitbringsel waren für mich auch noch drin. In der Nähe von Het Heijderbos gibt es ein Großhandel-Einkaufszentrum für Deko und Einrichtung. Meine Firma – also die Firma, für die ich arbeite, höhö – betreibt und bestückt dort auch einen Stand und weil ich nett gefragt habe, hat mir mein zuständiger Kollege einen Besucherpass mit Einkaufserlaubnis organisiert. Kinners, war das ein Fest! Wundert euch nicht, wenn ich demnächst noch blogkonformer eingerichtet daherkomme: Der typische Korb mit Knick, die typischen Schalen, Lichterketten, Buchstaben-Leuchtkästen… Ich konnte an dem Zeug für die Preise einfach nicht vorbeigehen :-) Mister Rotbart hat dann auch mit sorgenvoller Miene die Deko-und-Gedöns-Dichte bei uns kommentiert. Dabei kann er sich gar nicht beschweren. Ich habe drei Dinge aussortiert dafür!

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Da wir erst so spät aus dem Urlaub wiedergekommen sind, wollte ich Halloween eigentlich ignorieren. Findet ihr es nicht auch putzig, wie alle immer sagen, dass sie Halloween ja eigentlich doof finden, AAABER… Und dann sieht man nur noch Kürbisse, Gespenster, Fledermäuse und abgetrennte Finger aus Blätterteig :-) Same here. Das Verkleiden und Süßigkeitenraffen haben wir dieses Jahr zwar ausgelassen, aber um die Kürbisschnitzerei konnte ich mich nicht drücken. Wollte ich auch gar nicht. Das ist schließlich das Beste an Halloween! Also sind wir Samstagmittag noch schnell losgefahren, haben Kürbisse besorgt und einen sehr entspannten Nachmittag mit Hörspiel, Schnitzmesser und Akkubohrer (grandiose Idee!) verbracht. Der Mann hat auch gebastelt. Er lötet immer noch an irgendwelchen Steckdosenschaltungen herum. Er arbeitet quasi an der Vollautomatisierung des Hauses. Ich finde das ja gruselig. Ich will nicht mit meinem Haus reden. Es reicht doch schon, wenn ich immer mit meinem Comnputer rede. Heute habe ich meine neue Kollegin sehr irritiert damit :-)

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Machts euch gemütlich!