Segeln mit den großen Pötten

I am sailing, I am saiiiiling… na gut, rein streng genommen, bin ich nicht gesegelt. Aber ich habe in einem Segelboot gesessen und mich segeln lassen. Das konnte ich ziemlich gut, finde ich.

Freunde von uns, deren Boot im Wedeler Hafen liegt, haben uns an einem der letzten Wochenenden mitgenommen. Ich vermute mal, dass sie inzwischen ihr Boot winterfest verstaut haben – was auch immer der Fachbegriff dafür wäre :-) An diesem speziellen Wochenende war es auch schon ziemlich herbstlich frisch und ungemütlich. Also haben wir Landratten versucht, uns möglichst wasserfest einzumuckeln. Das ist gar nicht so einfach. Ich bin immer schon froh, wenn ich für die Kinder passende Regenhosen aus den Schubladen buddele. Irgendwie sind wir wettertechnisch nie so richtig vorbereitet. Der Spross hat noch nicht mal mehr Gummistiefel, ist mir da erst aufgefallen. Unhaltbar, dieser Zustand! In Hamburg. Aber mal im Ernst. Wenn es richtig regnet, gehen meine Kinder nicht raus. Die kleinkindliche Faszination des Pfützeplantschen hat sich schon lange aus dem Staub gemacht. Ich bin nicht böse drum, ich sitze auch lieber mit Buch und Kuscheldecke auf dem Sofa, anstatt rappelige Kleinkinder wegen Budenkollers zwangszulüften :-)

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Freiwilliges Lüften, vor allem auf einem Segelboot, ist natürlich eine ganz andere Nummer. Selbst wenn man, wie ich, die ganze Zeit nur sitzt, ab und zu mal die Seite wechselt und die Aussicht genießt. Die Jungs durften auch mal lenken. Die Uferlandschaft an der Elbe und der Ausblick auf Rissen und Blankenese vom Wasser aus ist einfach schön. Ab und zu schippern ein paar große Kähne vorbei. Und auch wenn wir auf dem Hinweg eher wenig Wind hatten, gab’s auf dem Rückweg schön spannenden Wind. Spannend und schräglagig genug für uns jedenfalls :-)

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Das Sprösschen war gut gepolstert. Zu süß, wie seine wilden Locken aus seiner Montur lugten. Leider war ihm zwischendurch ein bisschen grün um die Nase und flau im Magen. Deswegen hat er uns schließlich vor Blankenese freundlich nahegelegt umzukehren. Haha! Schönrederei des Monats! Das Kind hat eine halbe Stunde am Stück ohne Punkt und Komma gemotzt.

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Wie lagen vor Blankenese und hatten die Pest an Bord, trallala… Ich kann nicht anders. Sobald ich auf Booten bin, fallen mir alle Seemannslieder aus meiner Grundschulzeit ein. Ich hab im Chor gesungen und ich mochte meine Musiklehrerin sehr gerne …in den Fässern, da faulte das Wasser und täglich ging einer über Bord, what shall we do with the drunken sailor, what shall we do with the drunken sailor, …Jan und Hein und Klaas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit… mit dieser kleinen Ohrwurmauswahl wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende! Viel Spaß damit :-)

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